Wie man als Pflegekraft das meiste von den Feiertagen hat

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Weihnachten steht vor der Tür! Für die meisten heißt das: Abschalten, für ein paar Tage den Job vergessen. In der Pflege ist das aber nicht so einfach, denn die Patienten wollen natürlich auch über die Feiertage versorgt sein. Aber wie ist das Ganze geregelt und wie hat man als Pflegekraft das meiste von den Feiertagen?

GESETZLICHE REGELUNGEN

Viele Branchen gehen es zwischen den Jahren – also in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester bzw. Neujahr – eher ruhig an. Teilweise wird der Betrieb sogar in dieser Zeit etwas mehr als eine Woche lang fast vollständig eingestellt: Betriebsurlaub. Das ist in einigen Bereichen aber nicht möglich, denn ihre Leistungen werden immer gebraucht. Zum Beispiel Feuerwehr, Polizei – und natürlich die Pflege. Hier gilt Arbeitspflicht an Feiertagen. Zu diesen gehören rein rechtlich übrigens weder der 24. noch der 31. Dezember:

Heiligabend und Silvester sind gesetzlich gesehen keine Feiertage, sondern halbe Arbeitstage.

Über fünf Millionen Menschen in Deutschland arbeiten laut Bundesamt für Statistik regelmäßig bis fast immer an Sonn- und Feiertagen. Aber Pflegekräfte haben das gesetzliche Recht, diese Arbeit an Feiertagen durch Ersatzruhetage auszugleichen: Innerhalb von zwei Wochen, bzw. innerhalb von acht, wenn der Feiertag ein Werktag war. 15 freie Sonntage im Jahr sind darüber hinaus gesetzliches Minimum. Diese kann man selbst dann einfordern, wenn betriebsintern andere Regelungen besprochen sind.

PLANUNG IM PFLEGETEAM

Gute Absprachen und Regelungen unter Kollegen sind das A und O, wenn es darum geht, die Feiertage für Pflegekräfte so erholsam wie möglich zu gestalten. Das Wichtigste ist Kommunikation und sich umhören, wer wann kann. Denn auch unabhängig von religiösen Gründen will längst nicht jede Kollegin und nicht jeder Kollege um jeden Preis Weihnachten feiern, während wiederum andere auf den Trubel rund um Silvester gut verzichten können. Der Chef ist froh, wenn er nicht für den Arbeitsplan zu Weihnachten allein verantwortlich ist – die Urlaubsplanung soweit wie möglich untereinander zu regeln ist also gleich mehrfach sinnvoll.

ZEIT MIT DEN PATIENTEN GENIESSEN

Aber selbst dann, wenn es mit der Planung mal nicht funktioniert, ist Frust die falsche Herangehensweise. Denn schließlich arbeitet man in der Pflege mit Menschen. Und auch wenn es der Beruf ist, der einen mit diesen zusammenführt, heißt das gerade zur Weihnachtszeit nicht, dass man sich nur auf die Arbeit beschränkt. Bei stationärer Pflege sitzen so oder so alle in einem Boot: Die Patienten wären sicher genauso gern zu Hause bei ihren Lieben, wie das Pflegepersonal.

Aus dieser Not lässt sich eine Tugend machen, wenn alle gemeinsam die Zeit zu genießen versuchen, statt sich woanders hinzuträumen.

Denn mit der richtigen Einstellung macht die Ruhe, die sich zum Jahresende ausbreitet, zumindest in gewissem Maß auch vor Pflegeeinrichtungen nicht Halt. Und auch ambulant wissen die Patienten auch, dass man an Feiertagen für sie im Einsatz ist sie werden sich mit Dankbarkeit an diese Zeit erinnern. Und wahre, aus dem Herzen kommende Dankbarkeit kann eines der schönsten Weihnachtsgeschenke sein, die es gibt.

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