Der Sommer ist da! Die Sonne strahlt morgens zum Fenster rein, die Eisdielen sind gut besetzt und alle unterhalten sich über das Wetter. Und so gerne die meisten das Licht und die Wärme mögen – die Hitze kann schnell zur Belastung werden. Für die Pflegebedürftigen, aber auch für die Pflegekräfte. Hier zeigen wir 5 Tipps, wie man als ambulante Pflegekraft heiße Tage besser übersteht.

1. Ausreichend Wasser trinken

Ein Tipp, den man gefühlt schon tausendmal gehört hat, der aber wirklich wichtig ist: Viel Trinken! Am besten verstaut man die Wasserflaschen in einer Kühltasche mit Kühl-Akkus. Diese kann man mit ins Auto nehmen, um das Wasser kühl zu halten. Denn nach etwa einer Stunde ist das mitgebrachte Wasser sicher nicht mehr kühl und spätestens nach zwei Stunden im Auto ist es so heiß, dass es unangenehm wird es zu trinken. Achten Sie allerdings darauf, dass das Wasser auch nicht zu kalt ist, denn das würde nur dazu führen, dass Sie noch mehr schwitzen. Der Körper muss dann trotz der ersten gefühlten Abkühlung Energie aufwenden, um das Getränk auf eine verträgliche Temperatur zu kriegen und dadurch schwitzt man nur noch mehr.

Noch erfrischender ist das Wasser, wenn man ein wenig Zitronensaft hineingibt, oder ein paar Scheiben einer Bio-Zitrone darin ziehen lässt.

2. Pausen nicht vernachlässigen

Gerade in der ambulanten Pflege ist das Wort Pause immer wieder ein schwieriges Thema, da es oft nur wenig Zeit bis zum nächsten Patienten gibt. Allerdings ist es wirklich wichtig, dass Sie sich bewusst ein wenig Zeit nehmen und einmal kurz durchatmen. Das hilft Ihnen, sich mental und körperlich eine kurze Verschnaufpause zu verschaffen. Zur Abkühlung und Erfrischung können Sie sich in der Pause kurz kaltes Wasser über die Arme und Pulsadern laufen lassen, das verschafft Ihnen eine kleine Abkühlung zwischendurch.

3. Warmes Auto: Klimaanlage vs. Fenster öffnen

Versuchen Sie Ihr Auto möglichst immer im Schatten zu parken, auch wenn der sonnige Platz näher dran ist. So vermeiden Sie unnötiges Aufheizen des Autos. Und auch wenn das Auto unerträglich warm wird, übertreiben Sie es nicht mit der Klimaanlage. Denn selbst wenn Sie die Klimaanlage auf 17 Grad stellen und sich über die schnelle Abkühlung freuen – Sie müssen trotzdem wieder in die 30 Grad Hitze raus. Und dann gibt es den sprichwörtlichen „Schlag mit dem Hammer“, Ihr Kreislauf sackt Ihnen weg und eine Erkältung ist auch nicht auszuschließen. Stellen Sie die Klimaanlage immer nur etwa 3-5 Grad kühler als es draußen ist – so vermeiden Sie dieses Problem. Wenn Sie keine Klimaanlage haben, öffnen Sie am besten die beiden vorderen Fenstern, an der Fahrer- und Beifahrer-Seite. So ist eine höhere Luft Zirkulation im Auto und die Gefahr für einen steifen Nacken wird auch verringert.

4. Nicht zu schwer essen!

Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ist es auch wichtig, das Essen nicht zu vergessen. Vielen fällt es schwerer, bei Hitze etwas zu sich zu nehmen, weil der Appetit nicht so da ist. Aber gerade Pflegekräfte oder andere Berufsgruppen, die körperlich anstrengende Arbeiten erledigen, müssen regelmäßig etwas essen, um das Energielevel zu halten. Was isst man bei den Temperaturen also am besten? Eins ist sicher: nicht zu schwer. Das heißt: eine schnelle Pommes Currywurst oder ein Burger sollten es nicht sein, denn das strengt die Verdauung zu sehr an und fordert den Körper zu stark und lässt Sie nur mehr schwitzen. Was Sie sehr gut machen können, ist frisches Obst und Gemüse essen. Ein erfrischender Obstsalat oder ein gemischter grüner Salat mit Hähnchenstreifen ist leicht, aber sättigend und in der Kühltasche bleibt auch dieser bis zur Pause gekühlt.

5. Die Kleidung

Sprechen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber in punkto Kleidung ab. Meistens gibt es in Pflegeberufen vorgeschriebene Arbeitskleidung, jedoch gibt es diese auch in kurz für den Sommer. Für alle, die keine Vorschriften haben hinsichtlich der Bekleidung, denen ist zu raten, luftige Kleidung aus Leinen oder Baumwolle in hellen Farben zu tragen. Die Naturmaterialen sind luftdurchlässig und nehmen Flüssigkeit gut auf, wodurch sie für Abkühlung sorgen. Schwarze oder ähnlich dunkle Farben sind zu vermeiden, da die dunklen Farben die Wärme absorbieren.

Sich neben den Patienten auch um das eigene Wohl kümmern

Mit diesen 5 Tipps können Sie als ambulante Pflegekraft die Arbeitstage bei heißem Wetter angenehmer gestalten. So können Sie Ihren Arbeitsablauf darauf ausrichten, sich immer wieder zwischendurch kleine Abkühlungen zu genehmigen und neben der Versorgung der Patienten auch Ihr eigenes Wohl nicht zu vergessen.