Der Pflegeberuf ist ein körperlich anstrengender Job. Viele der täglichen Tätigkeiten belasten insbesondere den Rücken. Hier sind dafür 5 Tipps zusammengestellt, wie man seinen Rücken bei der Arbeit am Besten schonen und entlasten kann.

Warum vor allem der Rücken Entlastung braucht

Durch die oftmals nach vorne gebeugte Haltung und das Heben und Bewegen von Patienten ist die Belastung für den Rücken vor allem bei den Tätigkeiten der Grundpflege enorm. Die ungünstige Körperhaltung und die einseitige Belastung können zu dauerhaften Verletzungen führen. Deshalb ist es wichtig, sich bereits während der Arbeit einige Prinzipien anzueignen, um die Belastung möglichst gering zu halten:

1. Halten Sie Ihren Rücken gerade und heben Sie immer aus den Beinen heraus

Dabei hilft es, eine stabile Haltung einzunehmen, also z.B. die Beine versetzt zu stellen. Um aus den Beinen zu heben, müssen die Knie gebeugt werden und der Rücken dabei gerade gehalten werden. Alternativ kann man auch aus der Hüfte heben.

2. Nutzen Sie Ihr eigenes Körpergewicht

Das eigene Körpergewicht kann man nutzen, indem man es in Richtung der Bewegung verlagert. Wenn Sie also etwas von sich wegschieben, verlagern Sie während der Bewegung Ihr Gewicht in dieselbe Richtung. So werden sowohl der Rücken, als auch die Arme entlastet. Eine zusätzliche Entlastung der Arme entsteht, wenn man so viel wie möglich mit getreckten Armen arbeitet.

3. Nutzen Sie Hilfsmittel

Heutzutage gibt es einige Hilfsmittel, die den Alltag als Pflegekraft erleichtern. Höhenverstellbare Betten, Gleitmatten und Ähnliches helfen dabei, die körperliche Belastung – insbesondere für den Rücken – zu verringern. So kann man beispielsweise das Bett des Patienten auf eine angenehme Arbeitshöhe einstellen.

4. Sorgen Sie für genügend Bewegungsraum

Damit man rückenschonend arbeiten kann, braucht man Platz. Bewegungen wie Gewichtsverlagerung, aus den Beinen heben und auch Hilfsmittel brauchen ausreichend Raum. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Arbeitsumgebung Ihren Bewegungsfreiraum nicht einschränkt.

5. Lassen Sie sich helfen

Für einige Tätigkeiten kann man sich vom Patienten selbst helfen lassen. Bzw. ihn so viel es geht selber machen zu lassen, ohne ihn zu überfordern oder zu stark zu beanspruchen. Das fördert erstens die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen und entlastet zweitens Ihren Körper. Wenn das nicht möglich ist und/oder eine Aufgabe mehr Hände oder Kraft erfordert, als Sie haben, dann bitten Sie Kollegen um Hilfe.

Entspannung in Pausen und nach der Arbeit

Immer wenn Zeit ist, kann man für Entlastung des Rücken sorgen, indem man sich streckt, den Rücken dehnt, und die Schultern kreisen lässt, um Verspannungen zu lockern. Nach oder außerhalb der Arbeit sollte man im Idealfall zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um einerseits den Rücken zu stärken (durch Sport oder Physiotherapie) und andererseits zu entspannen – durch Massagen oder ein ausgiebiges Bad.