5TippsGegenUebermuedung

Im Pflegejob geht es manchmal drunter und drüber. Wenn dann keine Zeit mehr zum Ausruhen bleibt, führt das häufig dazu, dass viele Pflegekräfte während der Arbeit gestresst und übermüdet sind. Diese einfachen Tipps können helfen, solche Probleme zu lindern.

1: RICHTIG ERNÄHREN – ZUR RICHTIGEN ZEIT

Hungrig zu sein steigert die Müdigkeit, denn mit sinkendem Blutzuckerspiegel lässt auch die Konzentration nach. Essen ist also wichtig – und zwar am besten schon beim ersten „kleinen Hüngerchen“. Wann immer sich die Möglichkeit bietet, sollte man also auf seinen Magen hören und kleine Zwischenmahlzeiten einlegen – Am besten alle drei bis vier Stunden. Natürlich sollte man dabei nicht einfach irgendwas essen: Fettiges oder besonders süßes Essen stillen zwar den Hunger; die Verdauung nimmt dann aber so viel Energie in Anspruch, dass man anschließend oft noch schlaffer ist als vor dem Essen.

Die richtigen Wachmachersnacks für zwischendurch sind und bleiben daher Klassiker wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Auch genug Trinken ist wichtig: zwei bis drei Liter am Tag halten wacher und kohlensäurehaltiges Wasser erfrischt.

2: WENIGER SCHLAF IST MANCHMAL MEHR

Wenn morgens der Wecker klingelt, möchte man gern noch einmal den Snooze-Button drücken: Fünf Minuten noch sind schließlich alles, was man braucht. Aber mit diesen fünf Minuten wird aus zu wenig Schlaf nicht genug Schlaf. Im Gegenteil: Zum einen weiß der Körper oft nicht richtig damit umzugehen – Gerade noch wurde er geweckt, jetzt bleibt man aber doch liegen, dann steht man wenige Minuten später doch auf. Außerdem sind diese fünf Minuten bei vielen Menschen wahre Motivationskiller: Man liegt da, weiß, dass die Zeit für richtigen Schlaf nicht reicht und nutzt sie stattdessen dafür, sich selbst zu bemitleiden, wie müde man doch ist und wie stressig der Tag heute doch wieder wird. Gar nicht erst über so etwas nachzudenken und direkt aufzustehen, verringert die Müdigkeit also im Vergleich. Es kann helfen, einen Wecker außerhalb der Reichweite des Bettes zu haben. So lässt man dem „inneren Schweinehund“ gar keine Chance.

3: LICHT UND LUFT

Wer wenig Sauerstoff bekommt, wird schneller Müde. In dunklen Räumen zu arbeiten, ist anstrengend für die Augen – und zusätzliche Anstrengung mach bekanntlich ebenfalls schnell schläfrig. Daher kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem man je nach Möglichkeit Rollläden hochzieht und Fenster öffnet. Auch einfach mal ein paar Minuten vor der Tür zu verschnaufen kann wahre Wunder wirken: Die so „verschwendete“ Zeit holt man anschließend durch die gesteigerte Wachheit meist locker wieder rein und fühlt sich dabei auch noch besser.

4: KAFFEE ALS NOTLÖSUNG

Kaffee ist das klassische Mittel, um Müdigkeit zu überbrücken. Er sollte allerdings als Aufputschmittel sorgsam verwendet werden. Denn Kaffee bekämpft nicht die Müdigkeit an sich, sondern nur ihre Symptome. Er macht eigentlich nicht wacher, sondern blockiert lediglich zeitweilig die Rezeptoren, die dem Gehirn melden, dass man müde ist.

5: MÜDIGKEITSPHASEN AKZEPTIEREN

Jeder Mensch hat jeden Tag seine Aufs und Abs. Experten gehen davon aus, dass Menschen in ihrer Aktivität und Wachheit generell vierstündigen Kreisläufen folgen. Das heißt: Wenn man um 10 den ersten Durchhänger hat, dann ist es völlig normal, wenn sich um 14 Uhr wieder einer einstellt. Es geht bei den hier präsentierten Tipps und Tricks hauptsächlich darum, das Beste aus unserem Biorhythmus zu machen. Wenn dann das Tief kommt, ist es wichtig, diese Müdigkeit als völlig normal hinzunehmen und darauf zu vertrauen, später wieder fit zu sein. Wenn man die Müdigkeitsphase so verteufelt, dass man seine volle Aufmerksamkeit darauf lenkt, dann wird das Müdigkeitsgefühl zwangsläufig auch solange anhalten.