Man kann nicht jeden Tag 100% volle Power geben. Umso wichtiger, auch an solchen Tagen motiviert zu bleiben. Diese Tipps helfen dabei.

1. Erreichtes würdigen statt Unerreichtes fürchten

In der Hektik des Pflegealltags vergisst man besonders mit wachsender Routine oft zu würdigen, was man schon geschafft hat. Richtig – viele Abläufe in der Pflege wiederholen sich regelmäßig. Trotzdem sollte man sich ab und an bewusstmachen, was man denn schon am heutigen Tag schon erreicht hat. Eventuell auch schriftlich per Liste, falls man denn mal einen Kugelschreiber findet. Auch, wenn das schon lächerlich simpel klingen mag – Viele Pflegekräfte vergessen diesen einfachen Motivationstrick. Zu fragen „Was habe ich schon geschafft?“ ist einfach viel angenehmer als die Frage „Was muss ich noch tun?“ und lenkt zudem von ihr ab.

2. Den Frosch essen

Wie bitte? Keine Sorge, es kommen keine Frösche zu schaden. „Eat that Frog“ ist nur eine Redewendung aus dem Englischen, die sich an einem Zitat von Mark Twain orientiert. Der meinte nämlich: Wenn man als allererstes am Morgen einen lebendigen Frosch ist, dann kann den Rest des Tages fast gar nichts schlimmeres mehr passieren. Das heißt bezogen auf Motivation: Wann immer es möglich ist, sollte man die Aufgaben, die man am unliebsten erledigt, zu allererst erledigen. Dann hat man das Schlimmste des Tages schon hinter sich, blickt nur noch auf leichtere Aufgaben und hat bereits sein erstes Erfolgserlebnis in der Tasche.

 

3. Sich das Warum bewusstmachen

Die Frage „Was erreiche ich in diesem Job eigentlich?“ beschäftigt im Laufe der Arbeitskarriere wahrscheinlich fast alle Menschen irgendwann einmal. Als Pflegekraft ist diese Frage aber besonders dankbar zu beantworten. Pflegekräfte machen das Leben ihrer Mitmenschen jeden Tag ein bisschen besser. Richtig, das ist nicht selten mit Schweiß und Anstrengung verbunden. Aber viel direkter als in den meisten anderen Jobs verbessern Pflegekräfte die Lebensqualität von Menschen, die auf Hilfe angewiesen ist. Allein das kann schon einen Motivationsschub mit sich bringen.

4. Sich belohnen

Klare Ziele sind wichtig. Wenn man sie erreicht, bringt das Erfolgserlebnis an sich schon Motivation – zumindest, wenn man sich an Punkt eins aus dieser Liste hält. Aber auch kleine Belohnungen sind hier zusätzlich sinnvoll.

Ein Schokoriegel, Kaffee oder vielleicht lieber ein Apfel sind zwar nur Kleinigkeiten, können aber das Gefühl etwas erreicht zu haben steigern.

Wichtig dafür ist eines: Man sollte sich vorher festlegen, wann so eine Belohnung fällig ist: Was muss erreicht werden, damit der Schokoriegel ausgepackt werden darf? Wer vorher festlegt, wann welche Belohnung fällig ist, schafft nicht nur klarere Ziele und Strukturen, sondern motiviert sich auch selbst durch das Hinarbeiten und die Vorfreude darauf.

5. Auf den Körper achten

Zwar ist Motivation etwas Psychologisches, aber der Körper hat ebenfalls viel Einfluss darauf. Frühjahrsmüdigkeit, zu fettes Essen, mangelnde Fitness – wenn Dinge körperlich anstrengender werden, sinkt auch die Motivation, sie zu tun. Darum ist es auch hierbei wichtig, auf die eigene Gesundheit zu achten – durch richtiges Essen, ausreichend Sport und genug Schlaf. Es lohnt sich, hierfür ein wenig eigene Planung aufzubringen, denn diese Dinge steigern die allgemeine Motivation und die wiederum motiviert beispielsweise mehr Sport zu treiben. Es entsteht quasi das Gegenteil eines Teufelskreises, der mit Motivation und Gesundheit die Lebensqualität im Allgemeinen steigert.