Es ist nicht immer einfach, den Alltag in der Pflege spannend zu gestalten. Abwechslung ist hierbei alles. Diese 7 Angebote können variiert werden, um sowohl Pflegebedürftige als auch Pflegekräfte sinnvoll bei Laune zu halten.

Tipp 1: Gemeinsam Backen

Hier wird „die gemeinsame Zeit versüßen“ wörtlich genommen! Backen ist eine Beschäftigung, die in vielerlei Hinsicht nicht nur schön, sondern auch in der Pflege förderlich ist. Nicht nur gibt es beim Backen viele Dinge, die auch Menschen mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten noch gut hinbekommen können. Natürlich sollte das Rezept immer bewusst ausgewählt werden, besonders in Betracht auf die Schwierigkeit (lieber Kekse als Sachertorte), als auch in Bezug auf mögliche Allergien oder Diabetes. Mit Backen verbinden viele Menschen zudem schöne Erinnerungen. Nicht nur der Duft hilft auch Menschen mit Demenz (Düfte stimulieren das Gedächtnis), anschließend gibt’s auch noch das leckere Produkt zu Essen oder als Geschenk für Angehörige.

Tipp 2: Arbeit mit Stoff

Nähen und Stricken ist nicht nur im Alter ein häufiges Hobby, auch bei jungen Menschen kommt es in letzter Zeit wieder auf. Das ist kaum verwunderlich: Schließlich steht am Ende ein schönes Produkt, das auch für Angehörige ein persönliches Geschenk sein kann. Handarbeiten tragen zur Entspannung bei und können selbst im hohen Alter noch erlernt werden. Die kreative Arbeit hält außerdem den Geist fit und es gibt die Möglichkeit, Ideen zu verwirklichen. Daher können Pflegekräfte bereits mit guten Ideen, was man herstellen könnte, für viel Freude sorgen.

Tipp 3: Geschichten austauschen

Geschichten erzählen ist eine der Grundlagen unseres Zusammenlebens. Daran ändert sich nichts vom Kindesalter bis ins Hohe. Es gibt viele verschiedene Arten von Kurzgeschichten, die für ein älteres Publikum zugeschnitten sind. Hierfür gibt es unzählige Bücher, auf die man zurückgreifen kann, um jeden Tag eine neue Geschichte vorzulesen. Aber es müssen keine Bücher sein: Erlebnisse schildern und ihnen zuhören kann auch spannend sein.

Tipp 4: Kochen

Gemeinsam Kochen nimmt bei pflegebedürftigen Menschen einen anderen Stellenwert ein als das oben genannte Backen. Es bietet viele der dort genannten Vorteile und vermittelt zusätzlich ein größeres Gefühl von Selbstständigkeit im Alltag, denn Mahlzeiten sind etwas Grundlegenderes als Backen. Damit geht allerdings auch etwas mehr Verantwortung einher: Denn gemeinsames Kochen wird häufig zu etwas Regelmäßigerem und bei vielen Gerichten sind größere motorische Fähigkeiten nötig als beim Backen.

Tipp 5: Sinne trainieren

Spielerisch die Sinne fit halten ist nicht nur Therapie, sondern auch Spaß. Gerade der Tastsinn wird bei Pflegebedürftigen Menschen oft zu wenig trainiert. Hier helfen Fühlspiele, die sich mit Hilfe von Kisten und Kartons kann man ganz einfach und kostengünstig basteln lassen. Diese Spiele können auch durch einige Gegenstände lustig gestaltet werden, die eine ungewöhnliche Textur haben. Der Kreativität kann bei diesen Spielen weitgehend freier Lauf gelassen werden.

Tipp 6: Kartenspiele

Manchmal sind es die simplen Dinge, die den Alltag verschönern können. Wieso sollte man dann nicht Kartenspiele einsetzen? Sie sind zeitlos und fördern die Gemeinschaft. Kartenspiele wie UNO und Mau-Mau können dabei ohne große Erklärungen gespielt werden und das auch spontan. Zudem gibt es auch Kartenspiele, die man alleine spielen kann und die gemeinsam erlernt werden können. Solitär kann man eben nicht nur am Smartphone oder Computer spielen…

Tipp 7: Smartphones und Internet

…aber man kann man es eben am Smartphone oder Computer spielen. Dazu müssen viele Pflegebedürftige jedoch an diese Technologie herangeführt werden, auch wenn immer mehr Menschen im pflegebedürftigen Alter sich mittlerweile schon damit auskennen. So oder so jedoch hört die Neugier im Alter nicht auf. Die neuen Technologien sind viel benutzerfreundlicher geworden und es gibt seit langem spezielle Handy-Versionen für Senioren auf dem Markt. YouTube und Spiele bieten ebenfalls länger schon für diese Zielgruppe attraktive Angebote.

Wem es gelingt, die vorgeschlagenen Tipps in die Pflege zu integrieren, hat zudem weitere Vorteile: Die gemeinsamen Aktivitäten schweißen Pflegekräfte und Patienten oft auf eine Weise zusammen, die über das Ausmaß der Grundpflege weit hinausgeht. In dieser Grundlage fallen dann aber meist auch die alltäglichen Pflegeaufgaben viel leichter und bereiten mehr Freude.