arbeitsrecht

Das Arbeitsschutzgesetz regelt sowohl Rechte, als auch Pflichten von Arbeitnehmern. Das bedeutet, neben den Pflichten des Arbeitgebers gibt es auch Pflichten seitens der Arbeitnehmer. Wie dieses wechselseitige Verhältnis aussehen sollte, um Arbeitssicherheit zu garantieren, wird im Folgenden näher beleuchtet.

DIESE RECHTE HABEN ARBEITNEHMER

Das Arbeitsschutzgesetzt verpflichtet Unternehmer dazu bei der Arbeit die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten zu gewährleisten. Daher sollte im Betrieb eine Fachperson, die sich unterstützend für die Umsetzung aller Aufgaben zum Arbeitsschutz einsetzt, benannt werden.

Der Arbeitgeber hat zudem die Aufgabe alle Mitarbeiter über Gefahren am Arbeitsplatz aufzuklären und die Mitarbeiter über die Arbeitsschutzvorschriften zu informieren. Dies fällt unter die Fürsorgepflicht eines Arbeitgebers und gilt für alle Angestellten, auch Praktikanten. Jeder Arbeitnehmer hat entsprechend seines Berufsfeldes das Recht auf eine persönliche Schutzausrüstung, wie beispielsweise Schutzbrille oder Gehörschutz. Daher ist ein Unternehmen verpflichtet diese kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Dazu zählt jedoch nicht die normale Arbeitsuniform.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass ein Arbeitnehmer ein Recht auf Sicherheit und Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz hat, sowie das Recht über alle relevanten Vorschriften der Arbeitssicherheit aufgeklärt zu werden.

Hinzu kommt das Recht dem Arbeitgeber Verbesserungsvorschläge zu Sicherheit und Gesundheit machen zu dürfen. Auch das Recht sich zu beschweren, wenn nach Ermessen des Arbeitnehmers zum Beispiel bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichend sind, ist im Arbeitsschutzgesetzt festgelegt.

WELCHE VERPFLICHTUNGEN ERGEBEN SICH?

Mit den Rechten des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz, gehen auch Verpflichtungen einher. So ist jeder Mitarbeiter verpflichtet die Arbeitsschutzvorschriften einzuhalten und umzusetzen, nachdem er über diese aufgeklärt wurde.

Auch der sachgerechte Umgang mit zur Verfügung gestellten Arbeitsmitteln und -geräten zählt zu den Verpflichtungen der Mitarbeiter eines Unternehmens. Im Zusammenhang damit ist außerdem der Arbeitgeber über Mängel an diesen aufzuklären, sofern diese nicht vom Mitarbeiter innerhalb seines Arbeitsbereiches und seiner Kenntnisse selbstständig behoben werden können. Im Zuge dessen ist jeder Arbeitnehmer angehalten seine Schutzausrüstung, sofern vorhanden, regelmäßig auf Mängel zu prüfen und diese gegebenenfalls mitzuteilen.

Jeder Mitarbeiter ist zugleich in der Pflicht sich selbst und andere Personen während der Arbeit durch eigene Handlungen nicht zu gefährden. Dazu zählt auch den Konsum von Rauschmitteln wie Alkohol und Drogen zu unterlassen. Im Falle der Einnahme von Medikamenten, bei denen es zu gefährlichen Beeinträchtigungen kommen kann, sollten bestimmte Aufgaben gemieden werden. Die eigene Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten liegt also im Zuge der Eigensicherung ebenso in der Pflicht der Arbeitnehmer wie der des Arbeitgebers