mitarbeiterzufriedenheit

Zufriedenheit ist grundsätzlich an bestimmte, subjektive Faktoren gebunden. Sind diese gegeben, fühlen wir Menschen uns wohl und es geht uns gut. Sind sie jedoch nicht gegeben, geht es uns schlecht und eine bestimmte Situation beginnt schnell an unserer Kraft zu zehren. Auch die Lebenslust kann leiden. Dies gilt in Pflegeeinrichtungen nicht nur für Patienten, sondern auch für Mitarbeiter. Die Zufriedenheit beider Gruppen ist eng aneinandergeknüpft und wirkt sich nachhaltig auf die Lebensqualität, bzw. Motivation, aus.

DIESE FAKTOREN WIRKEN SICH AUF DIE PATIENTENZUFRIEDENHEIT AUS

Wer im Pflegeheim wohnt, weil die Gesundheit nichts Anderes mehr zulässt, möchte sich dort gut aufgehoben fühlen. Insbesondere wenn man als Patient von zahlreichen anderen kranken Menschen umgeben ist, möchte man sich möglichst wohlfühlen.

Durch den oftmals sehr intimen Umgang mit den Patienten im Pflegealltag, beispielsweise bei der Körperhygiene, ist eine angenehme Grundstimmung wichtig. Denn für einige Pflegebedürftige kann die tägliche Körperpflege mit Scham und Unwohlsein zu tun haben. Aus diesem Grund ist ein vertrauensvolles, positives Verhältnis zu den zuständigen Pflegekräften wichtig. Es erleichtert die Situation für die Patienten und sorgt dafür, dass sie sich gut behandelt fühlen.

Daher trägt auch die Atmosphäre im Pflegeheim maßgeblich zur Patientenzufriedenheit bei.

Stimmt die Atmosphäre unter den Kollegen nicht, oder die Mitarbeiter sind ständig gestresst und unzufrieden, wird dies zumindest unterbewusst wahrgenommen und wirkt sich negativ auf das Empfinden und die Zufriedenheit der Pflegebedürftigen aus, sodass das Wohlbefinden darunter leidet.

SO WIRD SICHERGESTELLT, DASS DIE MITARBEITER ZUFRIEDEN SIND

Sind Mitarbeiter in Pflegeheimen aufgrund von Stress, beispielsweise durch unflexible Arbeitszeiten, oder das Gefühl ihre Leistung werde vom Vorgesetzten nicht geschätzt, unzufrieden, leidet ganz klar auch ihre Arbeit darunter. Die Motivation lässt nach, die täglichen Aufgaben werden zur lästigen Pflichterfüllung und die Patienten und ihre Bedürfnisse erscheinen schnell wie ein lästiges Ärgernis. Dies wiederum bleibt von den Pflegebedürftigen nicht unbemerkt. Ihre Zufriedenheit sinkt.

Die Patientenzufriedenheit ist also ganz klar eng an die Mitarbeiterzufriedenheit gekoppelt. Nur wenn das Eine gegeben ist, ist auch das Andere möglich.

Als Arbeitgeber und Vorgesetzter ist es daher wichtig, den Mitarbeitern zu zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Positive Leistungen sollten daher mehr in den Vordergrund gestellt werden als Fehler.

Dafür Sorge zu tragen, dass sich die Pflegekräfte wahrgenommen fühlen, wenn sie etwas besprechen möchten, ist ebenfalls wichtig.

Indem man sich außerdem regelmäßig Zeit für die Angestellten nimmt und mitunter auch mal etwas Privates anspricht, zeigt man ihnen, dass sie als Mensch respektiert werden und ihre Arbeit und Meinung geschätzt wird. Dies fördert nicht nur die Motivation der Mitarbeiter, sondern sorgt auch für eine angenehme Grundstimmung, in der sich die Patienten wohlfühlen und zufriedener sind.