multitasking

Wer möchte nicht am liebsten in kurzer Zeit möglichst viele Aufgaben gleichzeitig erledigt bekommen? Dann winkt Anerkennung durch die Vorgesetzten und mehr Effizienz steigert die Leistung des ganzen Teams – zumindest gehen die meisten davon aus. Aber stimmt das auch? Erreicht man durch Multitasking eine Verbesserung bei den Ergebnissen?

WARUM MULTITASKING SO BELIEBT IST

Mitarbeiter, die viele kleine Aufgaben zeitgleich abarbeiten statt nacheinander, sparen nicht nur Zeit für größere Tätigkeiten, sondern bedeuten für ein Unternehmen ein Höchstmaß an Effizienz.

Formulare ausfüllen, während man telefoniert und dabei im Hinterkopf schon die Planung eines anderen Projekts vornehmen, um dieses später ebenfalls zu umzusetzen. Wer das kann, ist der Traum aller Arbeitgeber und in vielen Unternehmen wird auch erwartet, dass die Mitarbeiter möglichst viel in möglichst kurzer Zeit erledigen, um schnelle Ergebnisse zu erarbeiten und die Quote zu steigern.

Wäre eine Abteilung beispielsweise in der Lage an einem Tag das zu schaffen, wofür andere Abteilungen gleich mehrere Tage brauchen, weil sie nicht multitaskingfähig sind, bedeutete dies für den Arbeitgeber eine enorme Steigerung der Produktivität.

Manchmal stößt man gar während der Suche nach einem Job auf Stellenbeschreibungen, in denen die Fähigkeit des Multitaskings ganz oben auf der Liste der Qualifikationen eines potenziellen, neuen Mitarbeiters steht. Doch hält die Theorie dem Test im Arbeitsalltag tatsächlich stand?

MULTITASKING – DAS STECKT WIRKLICH DAHINTER

Der Traum von multitaskingfähigen Mitarbeitern, die in Rekordzeit mehrere Dinge gleichzeitig erledigen, zerplatzt nach dem Test in der Realität leider recht schnell. Es wurde bereits vielfach untersucht und anschließend belegt, dass man durch Multitasking weder schneller ist, noch effektiver. Im Gegenteil.

Durch den Druck der dadurch von einigen Arbeitgebern den Mitarbeitern auferlegt wird, schleichen sich viel schneller Fehler ein, die man hätte vermeiden können, wenn man nicht unter Zeitdruck stünde und versuchte zu viele Dinge gleichzeitig zu schaffen. Mitarbeiter werden durch den Druck nur unkonzentrierter, vertrödeln Zeit oder vergessen Dinge. Zeit, die durch das Multitasking eigentlich eingespart werden sollte, wird dadurch vergeudet.

Hält dieser Zustand für den Mitarbeiter an, führt dies zu einer erheblichen Überlastung und Stress. Das birgt auch gesundheitliche Risiken für den Mitarbeiter, dessen Arbeitskraft dem Arbeitgeber verloren ginge, würde er in Folge dessen krankheitsbedingt eine Weile ausscheiden. Gewonnen wird dabei letztendlich also nichts.

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern ein angemessenes Tempo bei der Erledigung ihrer täglichen Aufgaben zugestehen und keine Wunder erwarten, erreichen damit bewiesenermaßen die bessere Produktivität und Effizienz. Multitasking ist eine schöne Wunschvorstellung, führt in der Realität aber eher zum gegenteiligen Effekt als dem angestrebten – statt mehr, schafft man am Ende weniger.