offene-unternehmenskultur

Die Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegen in der Regel nah beieinander. Der Arbeitnehmer wünscht sich eine sichere Anstellung und die Wertschätzung seiner Arbeit, während der Arbeitgeber sich engagierte und motivierte Mitarbeiter wünscht, um die Position des Unternehmens zu stärken. Unternehmen, in denen das Ineinandergreifen dieser Interessen gut funktioniert, zeichnen sich häufig durch eine Gemeinsamkeit aus: Es wird eine offene Unternehmenskultur gelebt.

WAS VERSTEHT MAN UNTER EINER OFFENEN UNTERNEHMENSKULTUR?

Der Begriff „offen“ im Zusammenhang mit der Unternehmenskultur bezieht sich in erster Linie auf die Kommunikation innerhalb des Unternehmens. In der Praxis bedeutet dies, dass der Arbeitgeber die Mitarbeiter ermutigt sich einzubringen und mit ihren Ideen und Impulsen das Wachstum des Unternehmens zu fördern.

Zugleich wird dadurch das Unternehmen für potenzielle Arbeitnehmer attraktiver, denn zufriedene Mitarbeiter tragen ihren positiven Eindruck nach außen.

Ein Unternehmen, das offen und transparent kommuniziert, die Angestellten ermuntert sich nicht nur durch Ideen, sondern auch durch Kritik, einzubringen und ihren Einsatz entsprechend anerkennt, sorgt dafür, dass die Mitarbeiter sich wahrgenommen und motiviert fühlen. Es ist ein Kreislauf aus Geben und Nehmen, der beiden Seiten Vorteile bringt und letztlich das Unternehmen stärkt.

SO WIRKT SICH EINE OFFENE UNTERNEHMENSKULTUR POSITIV AUS

Firmen, die eine offene Unternehmenskultur leben, fördern ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Mitarbeiter werden motiviert eigenverantwortlich Entscheidungen treffen, agieren als Team und sprechen sich untereinander ab. Ein positiver Nebeneffekt, der daraus resultiert, ist, dass weniger Arbeitsanweisungen nötig sind, jedoch dieselbe Leistung erbracht wird. Kritik zu üben und anzunehmen, damit letztlich alle davon profitieren, ist zudem ein wichtiger Bestandteil einer harmonischen Unternehmenskultur, wenn sie von beiden Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – gelebt wird.

Starre Modelle, die Konkurrenzkampf statt Zusammenhalt unter den Mitarbeitern fördern und das Individuum statt das Team befürworten, verschenken hingegen Potenzial und können die Produktivität eines Unternehmens mindern.

Je offener die Kommunikation in einem Unternehmen ist, desto mehr wächst das Vertrauen. Funktionsgetriebene, statische Arbeitsanweisungen können die Produktivität und die Stärken der Mitarbeiter einschränken. In einer offenen Unternehmenskultur werden die Stärken der Mitarbeiter jedoch gefördert; ebenso die Kommunikation zu Vorgesetzten. Lösungen werden gemeinsam und flexibel erarbeitet. Angestellte, die wissen, dass sie ihre Ideen jederzeit einbringen können, erfahren dadurch Wertschätzung ihrer Fähigkeiten und fühlen sich als Mensch wahrgenommen.