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Im Pflegejob geht es häufig drunter und drüber. Die körperliche Belastung kann hoch sein und regelmäßige Mahlzeiten fallen häufig Zeitdruck und Stress zum Opfer. Dann greifen viele zu Süßigkeiten und Koffein um Leistungstiefs zu überwinden – gesund ist das aber nicht. Hier daher einige Ernährungstipps für Pflegekräfte.

„DAS FRÜHSTÜCK IST DIE WICHTIGSTE MAHLZEIT DES TAGES“

Dieses Klischee dürfte so ziemlich jeder kennen. Aber Fakt ist, dass sehr viel Wahres dran ist, denn den Blutzuckerspiegel früh mit gesunden Dingen wie fettarmen Milch-, Vollkorn- und Getreideprodukten, aber auch Obst oder Gemüse in Schwung zu bringen schafft eine wichtige Energiegrundlage für den gesamten Tag.

Viele Menschen meinen, sie haben morgens entweder nicht die Zeit für ein ausgiebiges Frühstück oder haben morgens „einfach keinen Hunger“.

Aber alles ist eine Sache der Gewohnheit. Wer sich ein paarmal überwindet und trotz scheinbarer Appetitlosigkeit frühstückt, wird schnell bemerken, dass man sich fitter fühlt und das Frühstück bald nicht mehr missen wollen. Selbst ein paar Minuten früher aufstehen lohnt sich, denn die Energie durch richtige Ernährung bringt mehr als ein paar Minuten länger im Bett.

WIE VIELE MAHLZEITEN UND WELCHE?

Die Ernährungswissenschaft ist unsicher, ob es eine optimale Menge von Mahlzeiten im Berufsalltag gibt. Studien sprechen dafür, dass die „großen drei“ Mahlzeiten für einige das beste sind, während andere Menschen besser mit fünf kleineren Mahlzeiten klarkommen. Daher gilt es herauszufinden, was für einen selbst das Beste ist. Wichtig ist im stressigen Alltag von Pflegekräften aber eines: Man muss auch mal Nein sagen und kurz Pause machen können, damit man eben diese Mahlzeiten auch wirklich zu sich nimmt. In der Schlussrechnung zahlen sich diese Pausen dann aus: Denn mit der neuen Energie arbeitet man effektiver und holt die „verpasste“ Zeit so schnell wieder rein.

Gute Tipps sind leichtere Mahlzeiten, die die Verdauung nicht zu sehr belasten. Selbst Sandwiches können durch frisches Gemüse oder Obst lecker und gesund gemacht werden, wenn im Alltag die Zeit für warme Mahlzeiten fehlt.

Bananen sind wahre Energiebomben, enthalten viele wichtige Vitamine und helfen durch das enthaltene Tryptophan sogar aktiv gegen Stress. Kaffee und Energydrinks können helfen ein Tief zu überwinden, sollten aber das eigentliche Essen auf keinen Fall ersetzen.

DAS RICHTIGE FÜR DIE NACHTSCHICHT

In Pflegebetrieben, wo Nachtschichten an der Tagesordnung sind, arbeitet man meist entgegen seiner inneren Uhr. Gerade dann sollte man nicht vergessen, dass diese innere Uhr zu einem gewissen Grad auch durch die Mahlzeiten, die wir einnehmen, beeinflusst werden kann. Nachts gibt es keine „klassischen“ festen Mahlzeiten wie Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Diese wären hier auch nicht angebracht, denn wenn unsere biologische Uhr auf Nacht steht, befindet sich auch der Verdauungstrakt im Ruhezustand. Aus diesem Grund sind kleine Portionen hier besonders wichtig, um ihn nicht zu überfordern. Statt sich also um Mitternacht durch Fettes und schwer Verdauliches müde zu machen, ist es besser, nachts alle drei bis vier Stunden einen kleinen Snack zu sich zu nehmen. Am besten sind kohlenhydrat- und proteinreiche Nahrungsmittel wie Brot, Eier, Quark, Nudeln oder Kartoffeln geeignet, um die Nachtschicht gut zu überstehen.