BlogbildAtemübungen

Atmen tun wir zum Glück automatisch. Leider ist dieses unbewusste Atmen aber nicht immer optimal für unsere Sauerstoffversorgung. Während richtiges Atmen gegen Stress hilft, kann falsches im Gegenteil sogar den Stress erhöhen. Daher ist es wichtig, dass wir ab und an bewusst zu atmen – Hier ein paar Tipps, worauf genau man achten kann.

AUTOMATISCHES VS. BEWUSSTES ATMEN

Das Atmen ganz vergessen ist zwar nicht möglich, falsches Atmen gerade bei Hektik und Stress auch im Pflegejob ist aber leider oft die Regel. Denn in Situationen, in denen wir uns unter Druck gesetzt fühlen, atmen wir oft sehr flach und schnell. Das bedeutet auch, dass wir viel von der Luft, die wir ausatmen, direkt wieder einatmen und so besonders wenig Sauerstoff aufgenommen wird. Das ist schlecht für den gesamten Kreislauf, insbesondere die Konzentration. Dadurch arbeiten wir weniger effizient und der Stress steigt erneut – ein Teufelskreis. Richtiges Atmen kann also viel ausmachen.

Daher ist es besonders wichtig, ab und zu darauf zu achten, wie man atmet.

Das allein – bewusst auf die Atmung zu achten – hilft bereits, denn ab diesem Moment übernehmen wir schon teilweise bewusst Kontrolle über unser Atmen, statt den Prozess automatisch ablaufen zu lassen. Das erlaubt es uns auch ohne größere körperliche Anstrengung aktiv unsere Bauchatmung zu verwenden, die besonders viel Sauerstoff transportieren kann.

Das bringt an sich bereits Vorteile mit sich. Mit speziellen Atemtechniken lässt sich noch mehr herausholen, die Atmungsmuskulatur stärken und eine durchgehend entspanntere Haltung erreichen.

MITZÄHLEN: DIE 4-7-8-METHODE

Ein beliebter Tipp für Menschen, die Probleme mit dem Einschlafen haben, ist die sogenannte 4-7-8-Atemtechnik. Sie wird häufig als wahres Wunder betrachtet, weil sie es vielen ermöglicht, in kürzester Zeit einzuschlafen. Allerdings lässt sich die Technik auch dann vorteilhaft anwenden, wenn man nicht gerade im Bett liegt. Denn das eigentliche Hauptziel ist schließlich, schnell für Entspannung und Beruhigung zu sorgen – und genau das kann auch im Job helfen. Die Methode ist simpel: Nachdem man komplett ausgeatmet hat, atmet man ruhig und langsam durch die Nase in den Bauch ein, während man bis vier zählt. Die Lunge ist nun so gefüllt, dass man die Luft entspannt anhalten kann und dabei bis sieben zählen, während sich der Sauerstoff im Blut verteilt. Dann wird ausgeatmet – und zwar genau doppelt so lang, wie zuvor eingeatmet wurde. Das heißt: Bis acht zählen. Das Ganze sollte dann viermal wiederholt werden – natürlich geht‘s auch öfter, wenn man möchte.

TIPPS UND TRICKS FÜR GUTE ATMUNG

Man muss nicht immer minutenlange Atemübungen durchführen, um die Qualität des Atmens zu verbessern. Bewusst atmen ist nicht nur das Gegenteil von automatischem Atmen: auch sich auf die einzelnen Details der Atmung zu konzentrieren, kann (ent-)spannend sein, z.B. wenn man bewusst zwischen Bauch- und Brustatmung hin- und herwechselt.

Gezielt langsamer und dafür tiefer zu atmen senkt auch ohne spezielle Zählmethoden den Puls und sorgt so für mentale Ruhe.

Übrigens hängen nicht alle Atem-Tipps mit dem Luftaufnehmen an sich zusammen: das Zwerchfell lässt sich auch anderweitig beeinflussen. Z.B. kann man beim Einatmen die Arme langsam nach vorne und dann nach oben bewegen, bis sie über dem Kopf ausgestreckt sind, und beim Ausatmen langsam wieder senken, um die Atemmuskulatur und die gesamte Körperhaltung zu verbessern. Besonders exotisch klingt ein besonderer Trick der Zunge beim Atmen: So kann das Pressen der Zunge gegen den Gaumen, direkt hinter den oberen Schneidezähnen (Als würde man den Buchstaben „L“ betonen), beim Atmen positive Auswirkungen aufs Zwerchfell haben und den Stresslevel senken