Die Globalisierung ist allgegenwärtig und wir profitieren davon nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell: Durch Reisen, Essen und Trinken. So werden auch Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger, auch im Pflegeberuf. Aber wie lernt man eine Fremdsprache am besten und hält sie dann auch noch am Leben?

Die Bedeutung von Sprache

Sprachkenntnisse bringen uns beruflich weiter, egal ob wir am Computer arbeiten oder mit Menschen zusammen. Laut dem Goethe Institut sind auch in den Gesundheitsberufen Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger. Besonders gefragte Sprachen sind Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Russisch und Türkisch. Das zu erwartende Mindestniveau liegt bei B1 bis B2.

Fremdsprachen zu lernen, bringt viele Vorteile.

Zudem halten Sprachen das Gehirn jung und fördern unser Sprachgefühl und Verständnis, selbst für unsere Muttersprache. Eine Sprache zu lernen hat also eigentlich keine Nachteile, sondern bringt nur Gutes mit sich – egal ob man sich für eine Sprache und/oder Kultur interessiert, sein Gehirn auf Trab halten möchte, seine beruflichen Chancen verbessern oder sich besser auf Reisen im Ausland zurechtfinden will.

Manchen fällt das Lernen und Aufrechthalten einer Sprache sehr leicht, andere haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Dennoch ist es heute generell leichter denn je, eine Sprache zu lernen und sie auch am Leben zu halten.

9 Tipps zum Lernen und Lebendig halten einer Fremdsprache

  1. Dank YouTube und Streaming-Plattformen war es nie einfacher, Videos, Serien und Filme im Original zu schauen. Nutzen Sie diese Möglichkeit und schalten Sie falls notwendig Untertitel in der Originalsprache ein. Fachspezifische Shows helfen dann nicht nur, ein besseres Sprachgefühl und -verständnis zu entwickeln, oder diese am Leben zu halten, sondern man lernt zudem Fachvokabular („Hello Grey’s Anatomy!“).
  2. Radio und Podcasts sind weitere Wege, wie man ein Gefühl für eine Sprache bekommt bzw. erhält. Nutzt man das klassische Radio, so eignet sich z.B. „TuneIn“, ein kostenloser Streaming-Service für Radiosender aus aller Welt.
  3. Schreiben Sie einfach die Begriffe für Alltagsgegenstände auf Post-Its und kleben Sie diese auf entsprechende Dinge, wie z.B. Möbel. Um beispielsweise Französisch zu lernen, schreiben Sie „le placard“ auf einen Zettel und kleben Sie diesen auf Ihren Schrank, oder „la table“ auf den Tisch. So integriert man die Sprache in den Alltag.
  4. Online Dienste wie Babbel oder Duolingo bieten die Möglichkeit, eine Sprache im Dialog mit Muttersprachlern zu lernen oder durch kleine Einheiten im Frage-Antwort-Stil. So soll das gegenseitige Lernen gefördert werden und man kann im Gegenzug mit jemandem kommunizieren, der Deutsch lernen möchte. Natürlich gibt es auch noch eine klassische Form des Dialogs: Brieffreundschaften. Diese Kommunikation ist entweder mit handschriftlichen Briefen oder E-Mails möglich.
  5. Genauso kann man auch Hobby- oder Fachforen in seiner Zielsprache suchen und regelmäßig die Beiträge der Mitglieder lesen. Auch dies hilft immens beim Spracherwerb und fällt einem recht leicht, wenn man sich für das gewählte Thema interessiert.
  6. Apropos Lesen: Literatur ist immer ein guter Weg, um Sprachen zu erlernen. Anfänger können Kinderbücher lesen, Fortgeschrittene können sich auch an Klassiker wagen. Des Weiteren bieten sich auch Zeitungen an, gerade Online sind diese leicht zu erreichen. So kann man ganz einfach Material finden, das auf das eigene Niveau zugeschnitten ist.
  7. Folgen Sie Nachrichten und Seiten Ihrer Interessengebiete in der Zielsprache auf den sozialen Medien. Wenn man beispielsweise Nachrichtendiensten auf Twitter folgt, ist man immer auf dem Laufenden und lernt nebenbei eine Sprache.
  8. Ein Tagebuch zu führen ist ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit, sowohl eine neu gelernte Sprache zu festigen und wiederholen, als auch um eine Sprache am Leben zu erhalten. Wenn die Sprachkenntnisse noch nicht allzu weit ausgereift sind, reicht es vollkommen aus, in einfachen Sätzen zu schreiben. Zusatztipp: Von Hand schreiben, denn so festigt sich das Gelernte besser als wenn man nur tippt.
  9. Schaltet man die Sprache seines Computers oder Handys auf die Zielsprache um, lässt sich diese ganz leicht „natürlich“ im Alltag nutzen. Dies ist natürlich eher ein Tipp für Fortgeschrittene – Nicht, dass man sich plötzlich nicht mehr an seinen Geräten zurecht findet…

Don‘t

Was man besser nicht tun sollte, um eine Sprache zu lernen: Musik hören. Das ist ein populärer Vorschlag, doch ist das Erlernen einer Sprache über Musik nicht zielführend. Man bekommt höchstens ein Gefühl für die Sprache und ihren Klang, aber auch da sind Radio, Podcasts, Film und TV besser. Das Problem mit Musik ist, dass Dialekte, Floskeln und eine gewisse Alltagssprache genutzt werden können, welche für den Lernenden nicht ersichtlich sind und man dann falsch lernt (z.B. die beliebten und oft genutzten umgangssprachlichen Wörter im Englischen wie „ain’t“ oder „don’t“ wenn „doesn’t“ grammatikalisch richtig gewesen wäre).

Lieder bergen die Gefahr, Sprachen falsch zu lernen.

So sollte man sich im Klaren sein, dass beim Spracherwerb prinzipiell die Standardsprache gelehrt wird, was Musik nicht unbedingt reflektiert – und dies im Gegensatz zu Film und TV auch nicht ersichtlich ist. Leute, die Deutsch lernen, lernen schließlich auch Hochdeutsch und Deutsche Musik spiegelt dies auch nicht unbedingt wider.