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Gegen den inneren Schweinehund kämpfen wir alle mal. Wir schieben etwas auf, geben auf, bevor wir am Ziel sind oder versuchen es gar nicht erst, obwohl wir es besser wissen. Doch wer sich ständig selbst Steine in den Weg legt, der kämpft nicht mehr nur gegen den Schweinehund, sondern betreibt – bewusst oder unbewusst – Selbstsabotage. Darunter versteht man ein Verhalten, dass dem eigenen Erfolg und dem Erreichen von Zielen schadet und eine Person am Vorankommen im Leben hindert. Es stecken verschiedene Gründe dahinter, die hier teils näher beleuchtet werden sollen.

1. EIGENE INTERESSEN HINTER DIE ANDERER STELLEN

Eigentlich hätte man die höhere Position im Unternehmen ja gerne, aber Kollegin X ist ja schon viel länger dabei. Eigentlich möchte man eine bestimmte Aufgabe nicht zusätzlich übernehmen, aber Kollege X hat so viel zu tun.

Wer immer anderen den Vortritt lässt, bleibt irgendwann zurück und wird mit sich und der eigenen Situation unzufrieden.

Es kann gut sein, sich gelegentlich zurückzuhalten, aber noch wichtiger ist es im richtigen Moment die eigenen Interessen zu vertreten, wenn es um die eigene Entwicklung geht.

2. AUFSCHIEBEN

Manchmal wird aus einem „Das mache ich später.“ ein Monat oder ein Jahr. Wer immer wieder aufschiebt, beispielsweise wenn es darum geht eine zusätzliche Qualifikation zu erlangen, um sich dadurch für eine bestimmte Position ins Gespräch zu bringen, hindert sich selbst am Vorankommen und tritt auf der Stelle.

3. SICH SELBST KLEINMACHEN

Jeder hat Schwächen, aber manche Menschen sagen sich diese regelrecht wie eine Mantra immer wieder vor, wenn sie in eine Situation kommen, in denen sie sich anstrengen müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Aussagen wie „Das schaffe ich ja doch nicht.“ oder „Das habe ich ja noch nie gekonnt.“ sind wie Gift für das nötige Selbstvertrauen, um nach dem Erfolg zu greifen. Wer sich solche und ähnliche Sätze immer wieder innerlich vorsagt, glaubt irgendwann selbst daran und bleibt dadurch unter den eigenen Möglichkeiten.

4. SELBSTSCHUTZ

Manchmal sabotiert man seinen Erfolg im Voraus, indem man nicht alles gibt. Dadurch wird man für die höhere Position im Beruf natürlich nicht in Betracht gezogen, selbst dann, wenn man sie eigentlich gerne hätte. Aber zugleich kann einem auch niemand vorwerfen gescheitert zu sein. Denn wenn man alles gegeben hätte und es dennoch nicht geschafft hätte, würde man sich noch viel schlechter fühlen. Basierend auf falschem Selbstschutz versuchen viele Menschen gar nicht erst mehr zu erreichen.

5. ÄNGSTE LÄHMEN UNS

Wer Ängste und Zweifel mit sich herumträgt, wird dadurch gehemmt. Vielleicht glaubt man insgeheim eine Position mit mehr Verantwortung nicht verdient zu haben oder falsche Bescheidenheit hält einen davon ab nach Erfolg zu streben. Auch die Angst zu versagen hält viele davon ab sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Solche Ängste und Unsicherheiten lähmen und verhindern ein berufliches Vorankommen.

Viele dieser Verhaltensweisen passieren unbewusst. Daher ist es wichtig gelegentlich zu reflektieren und sich bewusst zu machen, ob einen das eigene Verhalten zurückhält. Erst wenn man erkennt, dass man sich Steine in den Weg legt, kann man etwas ändern.