duftstoffe

Nicht nur Produkte zur Körperpflege oder Putzmittel sind heutzutage mit Duftstoffen versetzt. Auch Hygieneprodukte enthalten Duftstoffe. In zahlreichen Berufen sind Angestellte darauf angewiesen aufgrund von Hygienevorschriften oder zum Schutz vor Infektionen entsprechende Produkte zu verwenden, so auch Pflegekräfte. In ihrem Berufsalltag müssen sie sich im Umgang mit Patienten durch Handschuhe und Desinfektionsmittel schützen, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden und auch um die Übertragung von Infektionen von Patient zu Patient zu verhindern. Leider sind ausgerechnet diese Schutzmaßnahmen für zahlreiche Pflegekräfte Auslöser von Krankheiten.

DUFTSTOFFE SIND URSACHE VON KONTAKTALLERGIEN

Durch häufiges Händewaschen und das Tragen von Handschuhen, findet die Arbeit von Pflegekräften vorwiegend in einem „feuchten Umfeld“ statt. Daneben kommen die Pfleger mit vielen Duftstoffen in Berührung, die in einigen Produkten enthalten sind. Die Haut, besonders an den Händen, wird dadurch leicht durch zahlreiche, unterschiedliche Faktoren überreizt.

Die Folge davon sind häufig Kontaktallergien, die zu einer enormen Belastung werden und die tägliche Arbeit behindern können.

Die Allergien äußern sich durch Rötungen, Juckreiz oder gar die Bildung kleiner Bläschen auf der Haut.

Auch Entzündungen können auftreten. Diese sogenannten Kontaktekzeme sind typisch für bestimmte Berufsgruppen, gerade auch unter Pflegepersonal. Die Haut reagiert immer dann, wenn sie mit dem Allergen in Berührung kommt und durch eine Überreaktion des Immunsystems kommt es dann zu den zuvor beschriebenen Symptomen.

Linderung ist durch Meiden der schädlichen Allergiestoffe oder das Auftragen bestimmter Salben möglich. Die Ursache bleibt jedoch bestehen und lässt sich im Berufsalltag nur schwer umgehen.

STRESS KANN ALLERGIEN VERSCHLIMMERN

Kommt zu der gereizten und empfindlichen Haut berufsbedingt noch Stress hinzu, kann das die Kontaktallergie negativ beeinflussen, denn die Haut reagiert empfindlich auf psychischen Stress. Im Pflegealltag kann die Belastung durch den Umgang mit kranken und sterbenden Menschen und dazu auftretender zeitlicher Druck, einen ungesunden Stresszustand fördern, der wiederum bestehende Kontaktallergien begünstigen kann und am Abheilen hindert –  ein Teufelskreis.

Das Ekzem an sich kann man behandeln, die Allergie bleibt jedoch bestehen, meist sogar ein Leben lang. Um der Entstehung von Kontaktallergien vorzubeugen empfiehlt es sich, die eigene Haut gut zu beobachten und schon bei kleinen Hautveränderungen zu handeln. Die Meidung von ursächlichen Duftstoffen, die eine Kontaktallergie erst auslösen, gestaltet sich jedoch als schwierig oder oft nicht umsetzbar. Aus einem Ekzem, das sich noch behandeln lässt, entsteht schnell eine Allergie, die womöglich für immer bleibt. Daher besteht für Pflegekräfte durchaus das Risiko der Berufsunfähigkeit, da sie aus Gründen der Hygiene mit stark entzündeter Haut nicht mehr arbeiten dürften.