soziale-kompetenz

Neben den fachlichen Kompetenzen spielen in den meisten Berufen auch die sogenannten Softskills, die sozialen Kompetenzen, eine wichtige Rolle. In zahlreichen Berufen haben sie inzwischen einen nahezu gleichwertigen Stand zum Fachwissen und sind für Führungskräfte ein wichtiges Einstellkriterium. Gerade im Pflegeberuf ist soziale Kompetenz jedoch fast wichtiger als alles andere. Das Fachwissen bildet hier eher das Gerüst, während die sozialen Fähigkeiten alles zusammenhalten.

WAS VERSTEHT MAN UNTER SOZIALER KOMPETENZ?

Zu den sozialen Kompetenzen zählen beispielsweise Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, die Fähigkeit der Kommunikation und des Lösens von Konflikten. Wichtig in der Pflegebranche ist auch der Wille zur Empathie.

Im Pflegeberuf müssen sich nicht nur die Teamkollegen aufeinander verlassen können, sondern auch die Pflegebedürftigen müssen dem Pflegepersonal vertrauen und das Gefühl haben sich stets auf sie verlassen zu können.

Destruktives Verhalten, Mobbing, Ironie oder Intriganz haben da keinen Platz, weil sie eine schlechte Atmosphäre unter den Kollegen schaffen und sich dies negativ auf die Arbeit auswirkt.

Wer über soziale Kompetenz verfügt, begegnet anderen auf einer Ebene, verhält sich kooperativ und bietet Unterstützung an, um bestimmte Tätigkeiten zu bewältigen. Es gehört jedoch auch dazu die eigenen Interessen vertreten zu können und Kritik konstruktiv äußern, sowie annehmen zu können. Selbstbewusstsein ist im Beruf zwar wichtig, doch ein zu großes Selbstbewusstsein kann auch hinderlich sein, da Arroganz die Zusammenarbeit mit Kollegen stört.

WARUM SOZIALE KOMPETENZEN IN DER PFLEGE SO WICHTIG SIND

Natürlich ist das Fachwissen als Grundlage in der Pflege unverzichtbar, um eine entsprechende Pflegeleistung zu erbringen, die den Patienten hilft und ihren gesundheitlichen Zustand erhält und verbessert.

Im Umgang mit den Pflegebedürftigen bedarf es jedoch auch der Fähigkeit zur Empathie, dem Einfühlungsvermögen, den Patienten gegenüber.

Eine gewisse emotionale Distanz ist oftmals wichtig, um die eigene seelische und psychische Belastung gering zu halten, aber im Umgang mit Menschen, die pflegebedürftig sind, ist es von großer Wichtigkeit sich ihnen gegenüber nicht wie ein Roboter zu verhalten, sondern sie als Mensch mit Gefühlen wahrzunehmen und sie entsprechend zu behandeln.

Wem es an Empathie mangelt, ist in der Pflege beruflich nicht gut aufgehoben. Denn neben der fachlichen Betreuung der Patienten ist die soziale Komponente ein wichtiger Teil der Behandlung und kann auch maßgeblich zur Verbesserung oder dem Erhalt des Gesundheitszustands beitragen. Neben aller fachlichen Kompetenz zählt der Pflegeberuf daher zu den Berufen, in denen die sozialen Kompetenzen unerlässlich sind, um gute Arbeit zu leisten – sowohl mit den Patienten als auch im Umgang mit den Kollegen.