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Der Pflegeberuf zählt derzeit zu den Berufen mit der höchsten Absicherung für die Zukunft. Unsere Gesellschaft wird durch den Fortschritt der Medizin immer älter und Pflegepersonal wird stets gebraucht – mit steigenden Zahlen in den nächsten Jahren. Die guten Zukunftsaussichten innerhalb der Branche allein sollten jedoch nicht ausschlaggebend für die Wahl des Berufs als Pflegekraft sein. Auf welche Voraussetzungen es ankommt, wenn man sich für den Pflegeberuf entscheidet, wird im Folgenden näher erläutert.

EMPATHIE IST WICHTIG, ABER NICHT ALLES

Wer in den Pflegeberuf einsteigen, anderen helfen und sich um Kranke kümmern möchte, braucht dazu natürlich eine gesunde Portion Empathie, denn ohne geht es nicht. Doch das allein reicht bei weitem nicht aus, um erfolgreich und dauerhaft in der Pflege angestellt zu sein.

In den Köpfen der Gesellschaft ist das Bild vom Pflegeberuf sehr eindimensional. Wer pflegt, muss Patienten waschen und füttern, eben all die unangenehmen Aufgaben erledigen, die mit erkrankten Menschen einhergehen – so zumindest die Vorstellung vieler.

Doch die Grundpflege ist nur ein kleiner Teil dessen, was man als Pflegekraft täglich leisten muss. Und um diese Leistung zu erbringen, ist es nötig sich ein hohes, medizinisches Fachwissen anzueignen, beispielsweise zur Wundpflege oder Spezialwissen für Beatmungspatienten, deren Beatmungsgeräte überwacht und eingestellt werden müssen.

Zudem unterstützen Pflegekräfte die Patienten nicht nur bei Körperhygiene und Mobilität, sondern übernehmen auch die seelische und psychologische Versorgung, beispielsweise während einer Krise durch andauernde, schwere Krankheit oder wenn Patienten beim Sterbeprozess begleitet werden.

DAS BEDEUTET PFLEGE WIRKLICH

Wer pflegt, kümmert sich um alle Belange, die eine gesundheitlich eingeschränkte Person betreffen. Dadurch ist das Aufgabenfeld im Berufsalltag sehr vielfältig. Neben der Betreuung der Patienten, unterstützt man die Ärzte und steht auch den Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung. Unter dem sozialen Aspekt betrachtet, ist die Arbeit mit den Patienten für jeden sehr erfüllend, der den Wunsch verspürt anderen Menschen zu helfen.

Um erfolgreich im Pflegeberuf Fuß zu fassen, sollte man sich jedoch bewusst machen, dass man täglich mit schwer kranken, teils sterbenden Menschen zu tun hat und diesen bei der Arbeit sehr nahe kommt.

Wer da zart besaitet ist, wird vermutlich Schwierigkeiten haben. Trotz aller Empathie ist es auch wichtig eine gewisse emotionale Distanz zu erlernen, denn die Arbeit mit kranken Menschen erfordert den eigenen Gefühlen oft viel ab, beispielsweise wenn ein liebgewonnener Patient dahinsiecht. Hinzu kommt die körperliche Belastung, auch durch Nachtdienst und Wochenendarbeit, die schon mal an die Substanz gehen können.

Wer sich für den Beruf als Pflegekraft entscheidet, sollte nicht nur Empathie, sondern auch eine hohe Lernbereitschaft zur ständigen, fachlichen Weiterentwicklung und möglichst wenig Berührungsängste mitbringen.