BlogBild2018_01_02 Interview

Pflegerinnen und Pfleger haben derzeit auf dem Arbeitsmarkt beste Chancen. Doch auch sie müssen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz auf bestimmte Dinge achten. Hier einige Tipps, wie man beim Wunscharbeitgeber beste Chancen hat.

STELLENAUSSCHREIBUNGEN SIND IDEALE

Auf der Suche nach einer neuen Stelle stößt man häufig auf Angebote, bei denen man sich denkt: „Das meiste davon bringe ich mit, aber von diesem Aspekt habe ich keine Ahnung“. Hier gilt es, keine Angst zu haben.

Stellenbeschreibungen sind bewusst oft sehr hoch gegriffen; kaum ein Arbeitgeber erwartet wirklich, dass ein Kandidat zu hundert Prozent das Profil erfüllt.

Statt sich also von einem bestimmten Aspekt abschrecken zu lassen und erst gar keine Bewerbung zu schreiben, sollte man sich auf seine Qualitäten besinnen und sich auch auf Stellen bewerben, bei denen man noch nicht alles beherrscht. Im Vorstellungsgespräch gilt es dann, die Aufmerksamkeit gezielt auf die eigenen Stärken zu lenken, wobei Schwächen ruhig angesprochen werden können.

VORBEREITUNG IST DAS WICHTIGSTE

Schwächen anzusprechen zeigt auch, dass man weiß, was für die Stelle wichtig ist und bereit ist, zu lernen und sich zu verbessern. Es beweist auch, dass man sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet hat. Wer durchscheinen lässt, dass er oder sie das nicht hat, braucht eigentlich gar nicht erst zum Gespräch anzutreten. Denn nicht zu wissen, was das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt, überhaupt an Leistungen bietet, ist ein klares Ausschlusskriterium bei so ziemlich jedem potentiellen Arbeitgeber. Vorbereitet sein heißt natürlich nicht, alles zu wissen. Es kann sogar von Vorteil sein, wenn man auch als Bewerberin oder Bewerber gezielte Fragen stellen kann und damit nicht nur das Bewerbungsgespräch aus einem schlichten Frage-Antwort-Schema in eine Richtung herauslöst, sondern auch zusätzliches Interesse am Unternehmen zeigt.

KOPF UND KÖRPER

Know-How für den Job ist natürlich sehr wichtig. Gerade für den ersten Eindruck im Vorstellungsgespräch hat aber auch die richtige Körpersprache große Bedeutung. Den Körper schlaff durchhängen lassen zeigt Desinteresse, vollkommen steif bleiben wirkt hingegen unsympathisch. Eine Mischung aus Körperspannung und Lockerheit drückt Selbstbewusstsein und Interesse aus. Auch beim Augenkontakt sollte man auf ein gesundes Maß achten: Oft wird behauptet, dass stetiger Augenkontakt sehr wichtig sei. Wer diesen Tipp jedoch zu ernst nimmt, kann mitunter in ein Starren verfallen, das für beide Seiten unangenehm ist.

Es gilt: Viel Augenkontakt ist gut, aber er sollte nicht dauerhaft erzwungen werden.

Man kann also ab und an auch mal einen interessierten Blick durchs Büro wagen. Beim Sprechen gilt es, nicht zu nuscheln und mit Pausen klar und deutlich zu formulieren. Viele neigen dazu, wenn sie nervös sind, zu schnell oder zu leise zu sprechen. Wenn man sich dann darauf konzentriert, genau das nicht zu tun, kann man aber auch unangenehm laut werden. Das Ziel sollte also nicht einfach „laut“ sein, sondern „verständlich“. Übrigens sorgt ein guter Gesprächseinstieg mit dem richtigen Tonfall meist von selbst dafür, dass man entspannter wird und sich der richtige Redefluss dann schnell einstellt, ohne sich weiter darauf konzentrieren zu müssen.

AUCH GEGENÜBER ALTEN ARBEITGEBERN PROFESSIONELL BLEIBEN

Unter keinen Umständen sollte man über ehemalige Arbeitgeber oder Kollegen lästern. Solch ein Verhalten schafft direkt Misstrauen und lässt die eigene Professionalität anzweifeln. Wenn also zum Beispiel schlechtes Arbeitsklima bei der alten Beschäftigung ein Grund dafür ist, dass man sich für eine neue Stelle bewirbt, sollte man sich überlegen, wie man dies beim potentiellen neuen Arbeitgeber am besten kommuniziert. Denn natürlich kann man solche Dinge ansprechen, aber das geht auch, ohne die ehemaligen Kollegen direkt in ein schlechtes Licht zu rücken. Beispielweise, indem man statt von ihnen direkt von den eigenen Erfahrungen im Alltag berichtet.

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