Neues Jahr – neue Chancen. Manch einer wird sich in diesem Jahr für einen neuen Job entscheiden, nach einer Pause wiedereinsteigen oder sich ganz neu für einen Beruf in der Pflege entscheiden. Hier sind einige Tipps, wie man seinen Lebenslauf für die Bewerbungsphase auffrischt.

Keine Massenbewerbungen

Die Mühe, die man in seine Bewerbungsunterlagen steckt, sagt einiges über die Person und ihre Einstellung (u.a. zum Job) aus. Erfahrene Personalverantwortliche können schon aus der Bewerbungsmappe einige Rückschlüsse auf den Bewerber ziehen – und erkennen sogenannte „Massenbewerbungen“ sofort. Hier wird nur das Unternehmen geändert, die Adresse angepasst und die Bewerbung ansonsten unverändert abgeschickt.

Die Bewerbung spiegelt die Persönlichkeit wieder.

Solche unpersönlichen Massenbewerbungen vermitteln den Eindruck, dass sich der Bewerber gar nicht für die konkrete Stelle interessiert, sich nicht mit dem Unternehmen beschäftigt hat und generell nur wenig engagiert ist. Und diesen Eindruck möchten wohl die wenigsten Bewerber vermitteln. Das heißt, für jede Bewerbung sollte man das Anschreiben und den Lebenslauf an das Unternehmen und auf die ausgeschriebene Stelle anpassen.

Warum gerade der Lebenslauf zentral ist

Dass das Anschreiben individuell und persönlich sein muss, ist dabei wohl unmittelbar einleuchtend. Und es ist auch recht offensichtlich, wie man das erreicht: durch Bezugnahme auf die Stellenausschreibung, eine Begründung warum man sich gerade für diese Stelle und diesen Job interessiert und natürlich durch Betonung der für die ausgeschriebenen Stelle relevanten Erfahrungen und Fähigkeiten.

Doch auch der Lebenslauf bedarf einer ständigen Aktualisierung und Anpassung. Dadurch kann man die Chancen auf den Job noch einmal deutlich erhöhen. Die Schwierigkeit: Der Werdegang an sich bleibt natürlich derselbe. Die grundlegenden Daten und Stationen sind nunmal nicht veränderbar und gehören auch immer vollständig und formal richtig in den Lebenslauf. Allerdings gibt es trotzdem Gestaltungsspielraum!

Gestaltungsspielraum beim Lebenslauf

Auch im Lebenslauf kann man bestimmte Stationen hervorheben, Schwerpunkte setzen und das Dokument an den Wunsch-Arbeitgeber anpassen. Dies erreicht man sowohl durch optische als auch inhaltliche Maßnahmen. Man kann zum Beispiel wichtige Elemente und Schlüsselwörter durch Fettung hervorheben oder bestimmte Stellen durch grafische Elemente auflockern. Das Layout kann an den Farben oder der Schriftart des Unternehmens orientiert sein und dadurch einen Bezug herstellen. Das „Design“ sollte jedoch niemals überladen sein! Es geht darum, die Elemente zu priorisieren und die inhaltliche Aussage durch das Design zu verstärken.

Der Lebenslauf – flexibler, als man denkt.

Beim Inhalt kann man zum Beispiel die einzelnen Stationen nicht einfach nur auflisten, sondern durch ein paar Stichpunkte ergänzen: Was waren die primären Aufgaben der Position? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen wurden gefordert oder erlernt? Diese Aufgaben und Fähigkeiten kann man dann an die Stelle anpassen, für die man sich bewirbt. Sind beispielsweise Führungsqualitäten gefordert, stellt man passende Erfahrungen im Lebenslauf heraus. Bei einem anderen Unternehmen stehen wieder andere Qualitäten im Vordergrund. Auch im Bereich „Hobbies“ kann man hier punkten, indem man passende Freizeitaktivitäten nennt. Dabei sollte man natürlich immer ehrlich bleiben und nichts erfinden.

Ein dauerhafter Prozess

Dadurch, dass man seine Bewerbung für jedes Unternehmen neu anpasst, entwickelt man außerdem einen guten Blick für die zentralen Aspekte des eigenen Standpunkts und kann eigene Stärken und Schwächen besser einschätzen. Dazu gehört auch, die Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen zu nutzen, um beispielsweise Schwachpunkte oder Unklarheiten im Lebenslauf zu verbessern.

Bei dem Fachkräftemangel in der Pflege zur Zeit, könnte man denken, dass diese ganze Arbeit und Zeit für die Bewerbung überflüssige Mühe ist, weil es eben oft mehr Stellen als Bewerber gibt. Aber gerade, wenn man sich „den Job aussuchen kann“, sollte man seine Bewerbungsunterlagen nicht vernachlässigen und den Wert einer guten, passenden Bewerbung nicht unterschätzen.