Vom 15. Bis 17. März ist es soweit: In Berlin wird zum deutschen Pflegetag geladen. Das Motto in diesem Jahr ist „Teamarbeit – Pflege interdisziplinär“ – Themen also, die gerade im Alltag von Pflegekräften relevant sind.

Worum geht es beim deutschen Pflegetag?

Beim deutschen Pflegetag handelt es sich um den derzeit größten Fachkongress für Pflege in Deutschland. Hauptveranstalter sind der deutsche Pflegerat sowie die Schlütersche Verlagsgesellschaft. Der Pflegetag findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt.

Im Jahr 2017 waren noch 8000 Besucher und Experten aus Pflege, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft beteiligt, was zweitausend mehr waren als im Vorjahr.

Dieses Mal sind die Erwartungen entsprechend positiv. Es wird erwartet, dass erneut ein Zuwachs um 2000 Besucher erreicht werden kann, also erstmals die Grenze von 10.000 Pflegeinteressierten überschritten wird. Zum einen geht es veranstaltungstypisch darum, dass sich verschiedene Aussteller präsentieren, doch auch spezielle Workshops bieten Gelegenheiten, sein Wissen über die Pflege auszubauen und sich vor allem auch auszutauschen.

Gerade aber sein Termin könnte diesen Pflegetag besonders interessant machen – liegt er doch nicht zuletzt wegen der aktuellen politischen Lage sowie der erhöhten Aufmerksamkeit, die die Pflege allgemein derzeit in der Öffentlichkeit genießt, Mitte März besonders spannend.

Die Inhalte

Themen der Workshops, die am Eröffnungstag stattfinden, sind Personalbindung, was sich also v.a. an Arbeitgeber richtet, teambasierte Lösungsstrategien für Gewalt in der Pflege, aber auch grundlegende Bereiche der Lernprozesse in der beruflichen Praxis, die Pflegekräfte täglich beschäftigten.

Am 16. März findet im Rahmen der Gesamtveranstaltung auch der „Junge Pflege Kongress“ statt, der sich besonders an junge Menschen richtet und ihnen einen Überblick, aber auch vertiefende Einblicke in die moderne Pflegebranche, aber auch ihre Zukunft geben soll.

Die Zukunft der Pflege steht generell als Thema im Mittelpunkt.

Auch Themen wie e-Pflege, also die zunehmende Technisierung des Pflegealltags und die damit einhergehenden ethischen Fragen der Datenbehandlung oder die Professionalisierung der Branche durch Berufsfelder wie Physician Assistants und ANP werden zur Diskussion gestellt.

Gerade heute darf natürlich auch die Vermittlung zwischen Pflege und Politik nicht fehlen. Das findet sich unteranderem in Podiumsdiskussionen zum Koalitionsvertrag wieder, aber auch in der Thematisierung, wie Pflegende sich und ihren Beruf sinnvoll präsentieren können. In dieser Form noch nicht thematisiert worden ist die Rolle der sexuellen Orientierung Pflegebedürftiger, bzw. eben der Mangel dieser Rolle, denn die Frage ist unter anderem, ob diese für den Beruf an sich überhaupt relevant sein sollte.

Aber nicht nur Inhalte und die Selbstpräsentation der Aussteller stehen im Vordergrund. Am 16. 3. Heißt es: „Pflege feiert!“. Komplett mit Show-Acts und DJ. Mehr zum Programm gibt’s unter https://deutscher-pflegetag.de/programm/kongressprogramm.