BlogBildHautRücken

Viele Menschen, die als Senioren- oder Krankenpfleger tätig sind, haben schon unangenehme Bekanntschaft mit Haut- und Rückenproblemen gemacht. Oft resultieren diese Probleme daraus, dass sich bei der Arbeit falsche Bewegungen und Abläufe eingeschlichen haben. Wir schauen genau, worauf man achten sollte und was die Probleme lindern kann.

DAS WICHTIGSTE WERKZEUG

Für Pflegerinnen und Pfleger sind ihre Hände das wertvollste Werkzeug. Der ständige Kontakt mit Wasser, Seife und Desinfektionsmitteln kann aber gerade hier die Haut auf Dauer stark belasten. Oft ist eine Nutzung von Handschuhen nötig, weil die Abwehr vor Keimen nur so zu gewährleisten ist. Handschuhe aus Gummi und Latex führen jedoch bei falscher Handhabung auch dazu, dass die Hände schwitzen. So widersprüchlich es klingen mag: Feuchtigkeit verstärkt die Austrocknung der Haut maßgeblich, wenn man dem nicht entgegen wirkt – als  Folge wird die Haut dünner und brüchiger. Schlimmstenfalls kann das zu schmerzhaften Abnutzungsekzemen führen, die, wenn man das Problem ignoriert, sogar eine Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen können.

DIE HAUT SCHÜTZEN

Damit die Hände die Ansprüche der Pflegetätigkeit gut vertragen, helfen einige Tipps. Hände sollten mit schonenden und reichhaltigen Cremes versorgt werden, um die Austrocknung zu vermeiden – idealerweise nach jedem Kontakt mit Seife oder Reinigungsmittel.

Handschuhe vermeiden Verletzungen und den Kontakt mit Keimen. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten: Die Handschuhe sollten nur so lange wie nötig, nach Möglichkeit höchstens 20 Minuten lang getragen werden.

Außerdem ist es wichtig, vor dem Anlegen der Handschuhe die Hände gründlich abzutrocknen, damit sich keine Feuchtigkeit staut.

Desinfektionsspray ist aus vielen Lebenslagen von Pflegerinnen und Pflegern nicht mehr wegzudenken und ist wichtig im Kampf gegen Keime. Ein Eincremen nach der Anwendung von Desinfektionsspray ist nicht sofort möglich. Weil innerhalb eines Tages oft mehrere Patienten zu versorgen sind, sind  mitunter viele Anwendungen zwischen den Besuchen innerhalb einer Schicht notwendig. Deshalb ist es auch beim Desinfektionsmittel wichtig, auf gute Hautverträglichkeit zu achten.

RÜCKENBELASTUNGEN VERMEIDEN

Der Rücken wird beim Sitzen, Stehen und Heben belastet. Bei Pflegerinnen und Pflegern ist die Belastung beim Heben und Bücken besonders gravierend, denn Pflege ist ein Job, der in vielerlei Hinsicht viel Kraft braucht. Deshalb ist es wichtig, den Rücken gezielt, aber schonend zu trainieren.

Ein auf den Rücken ausgerichtetes Training stärkt den Rücken bei der Arbeit, verbessert aber darüber hinaus auch die Haltung allgemein.

Gerade bei häufigen Routineabläufen kann es oft helfen, sich einmal die Zeit zu nehmen und die Vorgänge noch einmal zu überdenken; gerade wenn Personen oder Gegenstände angehoben werden müssen. Können technische Hilfsmittel das Gewicht reduzieren? Gibt es andere Entlastungsmöglichkeiten in der jeweiligen Situation? Wenn nicht, so kann man schon durch die richtige Haltung beim Bücken und Heben den Rücken erheblich entlasten. Daher sollte auch auf diese geachtet werden.

Im Alltag kann man darauf achten schon beim Sitzen und Stehen eine rückenschonende Position einzunehmen und die Position häufig zu wechseln, um den Rücken möglichst gleichmäßig zu belasten. Sitzen sollte man möglichst gerade und nach Möglichkeit auf rückenschonenden Stühlen.

Dass Pflegerinnen und Pfleger bei ihren Tätigkeiten auch mal anpacken müssen, bleibt richtig und die Hilfe, die sie leisten, bleibt wichtig. Dabei dürfen sie bei ihrer Sorge um die Gesundheit anderer aber ihre eigene nicht aus den Augen verlieren.