winterdepression

Die Tage sind kalt, nass und grau. Das Winterwetter schlägt vielen Menschen auf das Gemüt und beeinträchtigt die Lebensqualität. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind im Winter davon betroffen – der Winterdepression. Was es damit genau auf sich hat und wie man sie bekämpfen kann, wenn man an sich Symptome feststellt, erläutert der folgende Artikel.

WAS VERSTEHT MAN UNTER EINER WINTERDEPRESSION?

Bei der „Winterdepression“ handelt es sich um eine saisonal bedingte Depression. Diese ist jedoch nicht zu verwechseln mit einer regulären Depression.

Wer sich einmal ein bis zwei Tage schlapp und schlecht gelaunt fühlt, hat nicht automatisch eine Winterdepression.

Erst wer sich länger als zwei Wochen ununterbrochen müde, unmotiviert und antriebslos fühlt, hat vermutlich mit einer Winterdepression zu kämpfen. Typischerweise tritt diese in den kühleren und dunkleren Monaten des Jahres ab Herbst auf.

Eine richtig schwerwiegende Winterdepression kommt jedoch nicht so häufig vor. Tatsächlich leiden Betroffene meist eher an einer schwächeren Form der Winterdepression, welche recht schnell wieder vergeht und nur in kurzen Intervallen auftritt. Wer allerdings gar nicht mehr aus der depressiven Stimmung herauskommt, sodass die Lebensqualität beginnt gravierend zu leiden, hat es tatsächlich mit dem Krankheitsbild der Winterdepression zu tun und sollte die Symptome ernst nehmen.

SO GEHT MAN GEGEN DIE SYMPTOME VOR

Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Motivationslosigkeit, gereiztes Verhalten oder sich aus dem Freundeskreis zurück zu ziehen, sind meist Anzeichen einer ernsten Winterdepression. Diese Symptome sollte man nicht ignorieren, denn in manchen Fällen handelt es sich nicht nur um eine „einfache“ Winterdepression, sondern tatsächlich um die klassische Depression. Ein Arztbesuch zur Klärung ist daher zu empfehlen, wenn man auf der sicheren Seite sein will.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Winterdepression ist das Licht. Denn Lichtmangel vermindert die Produktion von Serotonin und die Glücksgefühle lassen nach.

Kompensiert wird dieser Mangel an Glückshormonen oftmals durch den Verzehr von Süßigkeiten. Das heißt, wer im Winter besonders oft zu Süßigkeiten greift und auch andere, typische Symptome zeigt, hat es vermutlich mit einer saisonalen Depression zu tun.

Um diese zu bekämpfen hilft es beispielsweise viel Zeit draußen im Licht zu verbringen, um die Produktion von Serotonin und damit der Glückshormone anzukurbeln. Auch eine ausreichende Beleuchtung im Haus oder der Wohnung ist wichtig. Besonders Tageslichtlampen können im Winter helfen. Aromatherapie durch Duftöle, wie beispielsweise Zitrusdüfte, welche die Stimmung heben, kann ebenfalls unterstützend wirken.

Ganz bewusst Dinge zu tun, die glücklich machen und sich Zeit zu nehmen, in der man einfach genießt, wie zum Beispiel schön Essen zu gehen, einen Tag im Wellnessbad zu verbringen oder auch am Wochenende mal einen kurzen Trip irgendwohin zu machen, kann natürlich ebenfalls eine große Wirkung erzielen und dazu beitragen, dass die Winterdepression sich schnell wieder verabschiedet.