TEAM ist die Abkürzung für „Toll, Ein Andrer Macht’s“ – oder? Die Arbeit im Team kann schwierig sein, weil unterschiedlichste Menschen zusammenarbeiten (müssen). Gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten, kann aber auch sehr motivieren und den Einzelnen stärken. Was Teamarbeit in der Praxis bedeutet und wie sie gelingt.

Wie kann man Teamwork verstehen?

Eine Definition: Teamwork, zu deutsch Teamarbeit, versteht die Zusammenarbeit von Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben und ihre Stärken einsetzen, um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen.

In der heutigen Arbeitswelt wird der Begriff Teamwork immer wichtiger. Teamfähig zu sein zählt zu den sozialen Kernkompetenzen und ist in bestimmten Berufsbranchen – wie natürlich auch in der Pflegebranche – unabdingbar. Aufgaben sind in diesen Fällen nur dann gezielt zu bewältigen, wenn eine Gruppe von Menschen sich dazu entscheidet zusammen zu arbeiten. Das bedeutet: sich gegenseitig zu ergänzen, auszutauschen, zu respektieren, miteinander zu kommunizieren und dadurch das Ziel zu erreichen. Vor allem große Aufgaben können nur durch starke Teamarbeit geschafft werden.

Als Team schaffen wir mehr

Manche arbeiten lieber selbstständig, andere lieben die Teamarbeit. Doch jeder Einzelne hat Stärken und Fähigkeiten, über die er/sie verfügt. Und vor allem in Ergänzung können diese Stärken manchmal erst richtig zur Geltung und zum Einsatz kommen. Manche werden sich ihrer Fähigkeiten sogar erst in einem Team bewusst.

Das Motto “Gemeinsam sind wir stark” ist keine leere Floskel.

Teamfähig zu sein ist gleichzeitig eine Chance wie auch eine Herausforderung. Gerade bei neu zusammengestellten oder veränderten Teams harmoniert es nicht immer auf Anhieb. Unterschiedliche Persönlichkeiten müssen eine gemeinsame Sprache finden und mit ihrer Rolle im Team vertraut werden.

Dass Teamarbeit aber vor allem eine Chance zur Entlastung werden kann, ist eine Tatsache. Mitglieder eines Teams, das harmoniert, unterstützen sich gegenseitig. In so einem Team identifiziert man sich dem gemeinsamen Ziel und dem „Wir-Gefühl“.

Eigenschaften eines Teams für ein erfolgreiches Miteinander

Man geht davon aus, dass Teams mit drei bis sieben Mitgliedern am besten funktionieren. Das liegt daran, dass man bei dieser Gruppengröße am besten kommunizieren kann und die Gefahr nicht besteht, dass innerhalb des Teams unkontrolliert noch weitere kleine Teams entstehen.

Ohne Vertrauen funktioniert kein Team.

Ob sich die Teammitglieder gut verstehen müssen oder nur gut zusammenarbeiten – daran scheiden sich die Geister. Einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Teamarbeit ist aber definitiv das gegenseitige Vertrauen. Nur mit einem Grundvertrauen kann ein harmonisches und starkes Miteinander entstehen. Durch Vertrauen fühlen sich die Teammitglieder sicherer und sind entspannter in ihrer Arbeit. Damit so ein vertrauensvolles Miteinander aufgebaut werden kann, sind Offenheit und Transparenz im Umgang miteinander wichtig.

Die richtige Motivation als Faktor

Jeder Mensch hat seine eigene innere Motivation, die er für die Arbeit braucht. Deswegen ist die Motivation im Team auch sehr wichtig. Oft ist es allein schon das gemeinsame Ziel, das ein Team zum Erfolg motiviert. Genauso wichtig sind aber sogenannte „externe Motive“. Eine Art von Belohnung für die geschaffte Arbeit ist eine mögliche externe Motivation. Oder Teambuilding-Maßnahmen wie regelmäßige gemeinsame Aktionen außerhalb der Arbeit – Essen gehen, Ausflüge, Hobby-Aktivitäten. Diese gemeinsamen Aktionen stärken den Teamgeist und die Gruppendynamik.

Belastungen als Herausforderungen an ein Team

Bis ein Team sich gefunden hat und jeder in seiner Rolle aufgeht, ist Geduld gefragt. Manche Teams müssen heterogen sein, um erfolgreich zu sein. Das bedeutet, dass unterschiedliche Kompetenzen und manchmal auch Persönlichkeiten gefragt sind. Das kann die Kommunikation erschweren. Jedes Teammitglied ist im Grunde vor die Herausforderung gestellt, die richtige Balance zu Kollegen und auch dem Vorgesetzten zu finden.

Miteinander sprechen ist das A und O.

Und ein ganz wichtiger Punkt: Konflikte dürfen nicht ignoriert werden. Jedes Problem ist leichter zu lösen, wenn es noch am Anfang steht. Problematisch wird es, wenn Probleme vor sich hinschlummern und dabei immer größer werden. Missverständnisse können immer entstehen. Wenn sie aber direkt angesprochen werden, können sie schnell geklärt werden, bevor aus der sprichwörtlichen Mücke ein Elefant wird. An der Klärung von Konflikten können Teams auch wachsen. Aus diesem Grund ist eine gute Kommunikation sehr wichtig. Sie zeichnet sich vor allem durch Offenheit und Ehrlichkeit in Verbindung mit Taktgefühl aus – und das bereits angesprochene Vertrauen, das allen die Möglichkeit bietet, auch Schwierigkeiten anzusprechen. Dann können die Stärken und Fähigkeiten der Einzelnen dem Team zum Erfolg verhelfen.