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Neben den vielfältigen Aufgaben im Umgang mit den Pflegebedürftigen, gehört es natürlich auch dazu als Pflegekraft Fragen von Angehörigen zu beantworten und ihnen Sorgen zu nehmen. Nicht immer ist der Umgang mit Angehörigen jedoch angenehm. Manche können auf Dauer ausgesprochen nervig werden und zehren mit ihrem Verhalten an der Geduld. Wie man am besten mit nervenden Angehörigen umgeht, um die wichtige Arbeit – die Pflege – erledigen zu können, wird im folgenden Abschnitt aufgezeigt.

SO STÖREN NERVIGE ANGEHÖRIGE PFLEGEKRÄFTE BEI DER ARBEIT

So mancher Angehöriger erscheint jeden Tag, hat immer eine Beschwerde auf den Lippen und bemängelt jeden Tag etwas Anderes. Als Pflegekraft hat man schnell das Gefühl einige Angehörige erscheinen nur, um sich zu beschweren.

In extremen Fällen artet dieses Verhalten in regelrechte Schikane aus. Jeder Handgriff, jede Mahlzeit, alles wird bis ins kleinste Detail kritisiert und egal wie man es macht, es ist doch nicht richtig. Oft kommt noch hinzu, dass sich die Kinder eines Patienten über die Versorgung uneinig sind und man als Pflegekraft zwischen die Fronten gerät, weil man nicht mehr weiß wie man sich verhalten soll, da erwartet wird Partei zu ergreifen.

Auf Dauer fällt es da schwer die eigenen Emotionen zurück zu halten und professionell zu bleiben, auch wenn man es besser weiß.

WIE MAN AM BESTEN MIT NERVIGEN ANGEHÖRIGEN UMGEHT

Stets ruhig und sachlich zu bleiben ist der beste Weg, um mit derart nervenden und nörgelnden Angehörigen umzugehen – auch wenn es schwierig ist.

Sich auf Diskussionen einzulassen, heizt die Situation eher noch weiter an und führt zu nichts.

Unter Umständen kann es hilfreich sein, sich innerlich vor Augen zu führen, dass die Angehörigen mitunter ein schlechtes Gewissen oder Schuldgefühle versuchen zu kompensieren, weil sie das Elternteil in ein Pflegeheim geben mussten und nun zur Passivität gezwungen sind.

Indem sie sich in die pflegerische Versorgung einmischen und ständig Änderungswünsche vorbringen, erleichtern sie ihr Gewissen, da sie ja etwas „tun“, um die Situation für Mutter oder Vater zu verbessern. Die Kritik am Pflegepersonal ist in diesem Fall eher als eine Art Ventil zu verstehen. Gerade Angehörige, die seltener kommen, haben häufiger etwas zu bemängeln, vermutlich, weil sie sich deswegen schlecht fühlen.

Sollte die Situation mit dem ständigen Genörgel der Angehörigen jedoch andauern und bei der Arbeit stören, ist es ratsam das Gespräch zu suchen. Zunächst kann man beispielsweise im Team besprechen, wie man sinnvoll vorgeht oder man bittet die Angehörigen um ein Gespräch, um klare Grenzen aufzuzeigen. Ist auch dies nicht von Erfolg gekrönt, wendet man sich am besten an die Pflegeleitung, um gemeinsam ein Gespräch mit den Angehörigen zu führen, damit die Angelegenheit für alle Parteien geklärt werden kann.