to-do-list

To-Do-Listen sind in der Arbeitswelt immer in aller Munde. Es heißt, wer alles auflistet, was noch getan werden muss, bringt Struktur in die Aufgaben und behält den Überblick, damit der Stress fernbleibt. Eine To-Do-Liste zu schreiben scheint demnach also sinnvoll zu sein, um die eigenen Aufgaben im Berufsalltag im Blick zu behalten und sie gezielt abzuarbeiten. Dennoch sind auch To-Do-Listen keine Garantie für mehr Produktivität. Im Gegenteil, unter Umständen demotivieren sie uns sogar.

SO SCHADET EINE TO-DO-LISTE DER PRODUKTIVITÄT

Es gibt unzählige Varianten eine To-Do-Liste zu führen. Per App, am Computer, auf Papier. Die Möglichkeiten sind endlos und egal wohin man sieht, stets wird irgendwo eine bestimmte Variante als die Beste dargestellt, um effektiv Stress zu reduzieren und die Arbeit zügiger erledigen zu können.

Doch eine To-Do-Liste kann sich auch negativ auf unsere Motivation auswirken. Mit jedem Punkt, der auf der Liste hinzugefügt wird, steigt irgendwann der Frust.

Insbesondere wenn man es nicht schafft bestimmte Aufgaben von der Liste zu streichen und diese immer länger wird. Dadurch scheint die Arbeit irgendwann schier endlos und man hat das Gefühl man könne gar nicht alles schaffen. An diesem Punkt wird jeder Blick auf die To-Do-Liste zur Qual. Die Länge der Liste visuell vor sich zu haben, kann demotivieren und sogar stressen.

Hinzu kommt, dass nicht jedes To-Do-Listen-System für jeden funktioniert. Wer krampfhaft an einem System festhält, weil dieses als besonders wirksam beworben wurde, mindert unter Umständen die eigene Produktivität, weil das System zu umständlich ist, man vergisst die Liste überhaupt anzusehen oder die Umsetzung zu komplex ist und zusätzlich Zeit frisst. Wer wenig auf sein Handy schaut und nicht viel digital unterwegs ist, sollte vermutlich besser davon absehen eine Listen-App oder ein Programm am Computer zu nutzen. Und wer genau weiß, dass er Notizen auf Papier immer wieder verlegt, schreibt die To-Do-Liste besser nicht auf den Notizblock.

SO SOLLTE EINE FUNKTIONIERENDE TO-DO-LISTE AUSSEHEN

Welche To-Do-Liste für einen funktioniert, ist so individuell wie die Person selbst. Wenn man eine Methode gefunden hat, die nützlich und hilfreich ist, sollte man dabei bleiben. Gefällt einem ein bestimmtes System, ist man besser nicht zu sehr darum bemüht diese Methode 1:1 umzusetzen, sondern greift vielmehr die Elemente der Liste auf, die zu einem selbst passen und das eigene System verbessern.

To-Do-Listen sind nämlich nur sinnvoll, wenn sie für uns tatsächlich funktionieren. Listen, die letztlich noch Arbeit machen und das Gefühl vermitteln die Arbeit werde nicht weniger, bringen keine Erleichterung.

Auf die To-Do-Liste schreibt man daher am besten wirklich nur Punkte, bei denen man dazu neigt sie zu vergessen und Aufgaben, die bis zu einem bestimmten Datum erledigt sein müssen. Zudem sollten sie kurz und eindeutig formuliert sein, damit ein schneller Blick reicht, um zu erfassen, was noch getan werden muss. Auf diese Weise übersieht man nichts und die Liste bleibt übersichtlich, denn wichtig für die Motivation ist auch, dass die Liste umsetzbar bleibt.