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Wer im Job lange steht oder auf den Beinen ist, klagt häufig über schmerzende Füße und Beine, weil die ausschließlich stehende Haltung zu anstrengend ist. Rückenschmerzen treten hingegen bei vielen Menschen auf, die beruflich bedingt die meiste Zeit des Tages am Schreibtisch sitzen und kaum Bewegung haben. Dass Sitzen für uns Menschen auf Dauer sehr ungesund ist, weiß inzwischen fast jeder. Den ganzen Tag auf den Beinen zu sein, klingt anstrengend, ist aber tatsächlich gesünder für den Menschen, wenn man es richtig macht.

SO WIRKEN SICH STEHEN UND SITZEN AUF DEN KÖRPER AUS

Wer gezwungen ist am Tag viel zu sitzen, hat früher oder später mit Problemen wie Rückenschmerzen, Verspannungen und Fehlhaltungen zu kämpfen. Schwierigkeiten mit den Bandscheiben sind ebenfalls häufig ein Problem.

Beim Sitzen wird die Muskulatur im Rücken stark geschwächt, was wiederum Probleme und Schmerzen in dem Bereich begünstigt.

Andauerndes Stehen ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da sich so schnell Flüssigkeit in den Beinen einlagern kann. Ausschließlich zu stehen, ohne sich zwischendurch zu bewegen klingt nicht nur anstrengend, sondern ist auch kaum besser als ständig nur zu sitzen. Negative Folgen für den Körper bleiben auch hier nicht aus. Dennoch ist das Stehen während der Arbeit insgesamt gesünder, als das Sitzen.

STEHEND ARBEITEN IST GESUND, WENN MAN ES RICHTIG MACHT

Das Stehen entspricht unserer menschlichen Grundhaltung. Der Rücken wird entlastet und die Bandscheiben werden weniger Druck ausgesetzt. Zudem kommt es zu deutlich weniger Verspannungen und Fehlhaltungen. Die Muskulatur des Oberkörpers wird zugleich stärker gefordert und kann dadurch die Wirbelsäule besser stützen. Das vermeidet zusätzlich Rückenprobleme.

Die aufrechte Körperhaltung hat aber noch weitere Vorteile. Sie suggeriert Aufmerksamkeit und einen Wachzustand, sodass wir uns besser konzentrieren können als in einer ruhenden Position wie beispielsweise dem Sitzen. Je näher der Körper der Horizontalen kommt, desto mehr suggeriert man dem Körper damit, dass man sich in einer Ruhephase befindet und dementsprechend schwer kann es daher sein, bei der Arbeit über einen längeren Zeitraum aufmerksam und konzentriert zu bleiben.

Wer den gesamten Tag lang steht, ohne sich viel zu bewegen, wird das zunächst wohl kaum als gesünder empfinden. Doch wer überwiegend stehend arbeitet, sich dabei hin und wieder bewegen muss und gelegentlich etwas sitzen kann, der fördert durch die Abwechslung eine gesunde Körperhaltung mit weniger Beschwerden. Es liegt einfach in der Natur des Menschen den Tag über auf den Beinen zu sein und sich zu bewegen. Eine Strecke von etwa 10 Kilometern zurückzulegen wäre normal und gesund, etwas wofür wir Menschen eigentlich gedacht sind.  Daher ist das Arbeiten im Stehen letztlich gesünder als das Sitzen, wenn man darauf achtet es richtig umzusetzen