biorhytmus

Unser Alltag folgt einem Biorhythmus, der bestimmte Hoch- und Tiefphasen miteinschließt, die darüber entscheiden zu welcher Tageszeit wir beruflich besonders leistungsfähig sind und zu welcher nur in sehr geringem Maße. Aber nicht nur die Tageszeit beeinflusst unsere Leistung, sondern auch der individuelle Biorhythmus eines Menschen. Wer seine Mitarbeiter optimal einsetzen möchte, plant die Aufgaben entsprechend der Leistungsphasen ein, bei Schichtarbeit wird dies jedoch schwierig.

SO FUNKTIONIERT UNSER BIORHYTHMUS

Der Biorhythmus nimmt bei allen Menschen entscheidenden Einfluss auf ihr Energielevel und die damit verbundene Produktivität am Arbeitsplatz zu unterschiedlichen Tageszeiten. Neben der Leistungs- und Erschöpfungsphase nimmt dieser Rhythmus auch Einfluss auf unser Schlafverhalten.

Der Tag wird von diesem Rhythmus in 90-minütige Abschnitte unterteilt. Das bedeutet, dass wir etwa alle 90 Minuten müde werden und unsere Leistungsfähigkeit sinkt, da die Konzentration schwindet. In dieser Phase lässt man sich leichter von der Arbeit ablenken, fühlt sich müde oder hungrig. Das größte Tief haben wir nachts zwischen 3 und 4 Uhr morgens. Später ab 10-11 Uhr sind wir dann besonders produktiv. Ab mittags zwischen 12 und 14 Uhr sinkt die Leistungsfähigkeit wieder und das letzte Hoch kommt dann im späten Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr.

Diese Leistungskurve und ihre Schwankungen sind jedoch nicht für alle gleich. Für Nachtmenschen verschiebt sie sich um einige Stunden nach hinten. Morgenmenschen wirken daher meist leistungsfähiger, weil ihre Hochzeiten besser mit den typischen Arbeitszeiten zwischen 9-17 Uhr harmonieren.

DARUM IST DAS LEISTUNGSHOCH VON MENSCH ZU MENSCH VERSCHIEDEN

Man unterscheidet die Menschen meist in zwei Gruppen: Die Nachtmenschen und die Morgenmenschen. Wie diese Namen bereits andeuten, ist auch die Fähigkeit einer Person gute Leistung erbringen zu können auf eine Tageszeit gelagert. Morgenmenschen beginnen den Tag voller Energie und wenden sich morgens früh beherzt der Arbeit zu, während Nachtmenschen vor 10 Uhr am Morgen nur wenig produktiv sein können.

Morgenmenschen sind fachlich nicht automatisch besser, aber häufig werden sie so wahrgenommen, weil sie besser in die Rahmenbedingungen vieler Arbeitgeber passen.

Nachtmenschen sind jedoch genauso leistungsstark, ihre Hochphasen verschieben sich lediglich etwas nach hinten.

Im Schichtsystem kommen daher Nachtmenschen häufig besser mit der Nachtschicht klar, während Morgenmenschen sich in der Frühschicht fitter fühlen. Natürlich ist es für den Arbeitgeber schwierig diese individuellen Stärken einzusetzen, da meist zwischen Früh- und Spätschicht gewechselt wird.

Das bedeutet aber nicht, dass man sich seine Arbeit persönlich nicht trotzdem passend zum eigenen Biorhythmus einteilen kann. Wer weiß, dass es ihm morgens eher an Konzentration mangelt, legt sich wenn möglich leichte Routineaufgaben in diese Tagesphase und anspruchsvolle Tätigkeiten in eine Hochphase mit viel Energie, um die eigene Arbeitskraft optimal auszuschöpfen.