Es nicht immer einfach, nach einer Auszeit wieder in den Beruf zurück zu finden. Stichwort Elternzeit: Worauf sollte man achten, wenn man wieder als Pflegekraft einsteigen möchte?

Rückkehr in den Beruf

Nach Ablauf der Elternzeit dürfen Beschäftigte ihre Arbeit wieder unter den alten Bedingungen aufnehmen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem entscheiden sich viele dafür als Teilzeitkraft wieder einzusteigen. Oft erscheint es nicht sinnvoll direkt wieder in eine Vollzeitbeschäftigung zu gehen, da sich einige Arbeitsweisen in der Zwischenzeit verändert haben können. Die veränderten Arbeitsprozesse müssen dann erstmal erlernt werden. Vor allem wichtig ist aber auch die Frage, wieviel Zeit man jeweils in Beruf oder Familie investieren möchte.

Unterstützung

Nach einer langen familienbedingten Auszeit werden eventuell unterstützende oder begleitende Maßnahmen benötigt, damit man wieder schnell in die Arbeit zurückfindet. In welchem Umfang diese Maßnahmen geschehen und wieviel investiert wird, hängt davon ob, wie lange die Auszeit gedauert hat und wie gut der Kontakt zum Arbeitgeber während der Zeit war.

Am Ball bleiben kann wichtig sein

Wenn ein Wiedereinstieg schon vor der Elternzeit sicher ist, kann es hilfreich sein, auch während der Auszeit Informationen von Kollegen und über die Situation zu bekommen. Dies kann z.B. der Zugang zum eigenen Intranet, E-Mails oder auch Einladungen zu Betriebsfeiern und Mitarbeiterversammlungen sein.

Kommunikation

Es ist wichtig, dass man bereits frühzeitig mit dem Arbeitgeber über die Wünsche und Vorstellungen eines Wiedereinstiegs spricht. Es ist ratsam, bereits einige Monate vor der Rückkehr ein Gespräch mit dem Arbeitgeber zu führen und ein wiederholendes Gespräch unmittelbar vor Arbeitsbeginn. Dabei kann man über die Konditionen sprechen und wie man am schnellsten wieder die Arbeit im vollen Umfang aufnehmen kann. Fragen könnten dabei sein, ob man in Vollzeit oder Teilzeit arbeiten möchte, ob die Arbeitsstunden nach und nach erhöht werden und besonders zu welchen Tageszeiten man arbeiten kann. Für beide Parteien soll so eine optimal zufrieden stellende Lösung für die zukünftige Arbeitssituation gefunden werden.

Wiedereinstieg heißt auch: Neue Chancen

Falls die Verhandlungen gut verlaufen sind, kann es hilfreich für den Wiedereinstieg sein, dass man einen Mentor als Ansprechperson an die Hand bekommt, an die oder den man sich wenden kann, wenn es zu Unklarheiten im Arbeitsalltag kommt. So kann man sich schnell wieder in die Strukturen und Arbeitsabläufe einfinden. Sich um die Familie zu kümmern und gleichzeitig arbeiten zu gehen kann eine schwierige Aufgabe sein. Für Mütter ist es in der Pflege z.B. sinnvoll die Frühschichten zu übernehmen, während die Kinder sich in den Kindergärten oder der Schule befinden. Man muss schon früh mit der Einrichtung abklären, ob diese Dienstplanwünsche auch umgesetzt werden können.