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Es ist immer gut für das Arbeitsklima, wenn man sich mit den Kollegen gut versteht und auch gelegentlich private Dinge teilt. Offenheit kann sich sehr positiv auswirken, jedoch nur in Maßen. Eine Grenze ist schnell überschritten und kommt bei den Kollegen weniger gut an. Warum man am Arbeitsplatz besser nicht zu viel preisgeben sollte, erklärt der folgende Artikel genauer.

WARUM ZU VIEL OFFENHEIT AM ARBEITSPLATZ PROBLEMATISCH SEIN KANN

Wie viel oder wenig jemand über sich preisgibt, hängt in den meisten Fällen mit dem Charakter zusammen. Manche Menschen, beispielsweise Extrovertierte, sind deutlich mitteilsamer als andere. Ungewollt wird dann schnell mal der ein oder andere Kollege überstrapaziert, weil er das Privatleben einer Person detailliert erzählt bekommt. Auch mit Dingen, die man lieber nicht wissen möchte, schon gar nicht von Kollege X.

In die Falle der Offenheit tappen auch gerne mal Berufsanfänger. Sie haben meist das Bedürfnis sich zu beweisen und möglichst schnell in das Team zu integrieren.

Nicht selten müssen sich die neuen Kollegen aus diesem Grund die ganze Lebensgeschichte bis ins kleinste Detail anhören. Das kommt allerdings häufig eher schlecht an.

Keiner möchte intime Beziehungsdetails oder Geschichten über das gesundheitliche Leiden des Kollegen anhören müssen. Schon gar nicht während der Mittagspause. Teilt man sich zudem der falschen Person mit, macht das Gesagte schnell die Runde und stellt den mitteilsamen Kollegen in einem negativen Licht dar. Um auf Nummer sicher zu gehen, könnte man natürlich mit Privatem besonders zurückhaltend sein, aber auf Dauer bringt dies auch gewisse Probleme mit sich.

EINE BALANCE FINDEN

Um auf lange Sicht mit den Kollegen gut auszukommen, ist es wichtig eine Balance zu finden. Denn wer zu viel über die Arbeit spricht, beispielsweise während der Mittagspause, die schließlich als Erholung von der Arbeit dient, macht sich ungewollt unbeliebt. Ein bisschen über sich selbst zu erzählen, zum Beispiel, wenn man kurz nach Feierabend noch ein paar Worte wechselt, ist aber gut für das Verhältnis untereinander.

Was man erzählt will gut dosiert sein, denn unter Umständen schadet etwas zu viel Offenheit auch der Karriere.

Wer immer erzählt, was er für grandiose Dinge in der Freizeit erlebt hat, gilt schnell als Angeber. Und eine Freundschaft mit dem Kollegen Y kann sich auch mal ins Gegenteil wandeln. In diesem Fall werden die im Vertrauen mitgeteilten Anekdoten aus dem Privatleben schnell zum Fallstrick.

Wer zum Beispiel ständig bei Kollegen sein Herz ausschüttet und jammert, was im Leben alles schiefläuft, wird unter Umständen bei der nächsten Beförderung übergangen, weil der Eindruck entstanden ist, man habe das eigene Leben nicht im Griff und sei nicht belastbar genug für mehr Verantwortung.

Was man wem auf der Arbeit mitteilt, will also gut überlegt sein. Eine gewisse Zurückhaltung beizubehalten sorgt für eine gewisse Absicherung. Themen wie Politik, das eigene Liebesleben oder gesundheitliche Angelegenheiten sollten besser nicht angeschnitten werden. Auch Tabu sind Geläster über Kollegen oder den Unmut über den Job kund zu tun. Gegen etwas Smalltalk hier und da ist jedoch nichts einzuwenden.